Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Transport zu Kitas und für Landstuhler Schüler neu aufgestellt

Auch eine Kostenfrage: Der Transport von Kindern und Jugendlichen wurde im Kreistag beraten.
Auch eine Kostenfrage: Der Transport von Kindern und Jugendlichen wurde im Kreistag beraten.

Kindergartenkinder müssen in die Kindertagesstätten, Landstuhler Schüler vorübergehend nach Wallhalben gebracht werden. Mit dem Thema Transport beschäftigte sich der Kreistag am Montag. Ein Stichwort dabei: Flexibilität.

Das geschulte Personal, das Kindergartenkinder, die älter als drei Jahre sind, bis Mitte Juli auf ihrer Fahrt mit dem Bus zur Kindertagesstätte (Kita) begleitete, ist Geschichte. Mittlerweile werden die Kinder in Kleinbussen, in denen sie angeschnallt werden können, transportiert. Im Kreistag erläuterte die Erste Kreisbeigeordnete, Gudrun Heß-Schmidt, nun noch einmal, wie es zu diesem Schritt kam. Die bislang mit der Begleitung beauftragte Firma habe zum neuen Schuljahr 38 Prozent mehr Geld gefordert. „Deshalb haben wir uns entschlossen, den Vertrag nicht zu verlängern.“

Vielmehr habe die Kreisverwaltung verschiedene Mietwagen-, Taxi- und Busunternehmen gefragt, ob sie den Kindertransport interimsmäßig übernehmen könnten. Die wirtschaftlichste Variante sei nun, dass Kinder, die Kitas in Steinwenden und Niedermohr besuchen, mit dem Bürgerbus Mobs der Gemeinde Steinwenden gefahren würden, während die DB Regio Bus GmbH alle anderen Fahrten zu insgesamt elf Einrichtungen übernehme. Mindestens 37.000 Euro könnten so gespart werden, teilte Heß-Schmidt mit. Wobei sie noch weitere Einsparungen, die noch nicht beziffert werden könnten, erwartet.

Wieder regulärer Verkehr im nächsten Kita-Jahr

Für das kommende Schul- und Kindergartenjahr 2022/23 werde aber wieder ein regulärer Verkehr angestrebt, sagte sie. Die Vorteile der nun freigestellten, also vom Linienverkehr unabhängigen Kita-Beförderung, lägen gleichwohl auf der Hand: Die Zeiten und Strecken könnten sehr viel flexibler geplant werden. Gerade in Hinblick auf die sich aufgrund des Kita-Zukunftsgesetzes verändernden Betreuungszeiten könnten die Kinder mit diesem Konzept bedarfsgerecht abgeholt und gebracht werden.

Darüber hinaus würden dadurch Plätze in den Bussen frei, in denen zum Teil auch Grundschulkinder den Weg zu ihrer Schule zurücklegen. Nicht zuletzt während der Corona-Pandemie wurde immer wieder über überfüllte Schulbusse geklagt. Dort könnte sich die Lage nun etwas entspannen, hofft die Kreisspitze.

Fahrten nach Wallhalben gut angelaufen

Auch die Beförderung der Schüler des Landstuhler Sickingen-Gymnasiums musste der Kreis im Zuge einer Interimsvergabe regeln, worüber der Kreistag näher informiert wurde. Denn die zehnte Klasse und die Oberstufe werden in Wallhalben im Gebäude der früheren Realschule plus unterrichtet. Grund ist die Sanierung der Schule in Landstuhl.

Von vornherein sei klar gewesen, dass man die Beförderung der Schüler nicht vollständig mit dem regulären Linienverkehr bewerkstelligen könne, führte die Erste Kreisbeigeordnete aus. Zum einen seien die Anfangszeiten nicht variabel genug, zum anderen hätten auch die Rückfahrzeiten und die Anbindungen an den Zug- und Busverkehr ansonsten nicht mehr funktioniert. Nur drei bestehende ÖPNV-Fahrten auf der Linie 171 können nun genutzt werden, wozu der Fahrplan leicht geändert wurde. Weiterhin braucht es sechs Zusatzbusse.

Der Nachmittag ist noch ein Knackpunkt

„Es ist sehr gut angelaufen – bis auf drei Busfahrer, die den Weg nach Wallhalben nicht richtig gefunden haben“, meinte Heß-Schmidt im Kreistag über die Beförderung der Gymnasiasten. Momentan sei noch der Nachmittagsverkehr ein Thema, wegen des Sportunterrichts und Arbeitsgemeinschaften: „Wir sind noch in der Phase, in der wir die Verkehre des Nachmittags in Abstimmung mit der Schule regeln, um zu sehen, was wir überhaupt an freigestellten Bussen brauchen.“ Wenn etwa viele Oberstufenschüler selbst mit dem Auto fahren, werden weniger Fahrzeuge gebraucht. Aber auch das werde man noch gut hinbekommen, meinte die Kreisbeigeordnete.

Drei Angebote für den freigestellten Verkehr gab es, das günstigste lag bei rund 2536 Euro brutto pro Schultag. Der Kreis rechnet mit jährlichen Kosten von rund 470.000 Euro. Doch brauchen die Schüler wegen des freigestellten Verkehrs keine VRN-Fahrkarten, was wiederum eine Ersparnis von etwa 70.000 Euro bringt.

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