Bruchmühlbach-Miesau RHEINPFALZ Plus Artikel Tanz und gute Stimmung beim Herbstfest des Unterhaltungsvereins

Mit Dirndl und in Weiß-Blau: Die Gäste des Herbstfestes in Bruchmühlbach wissen stilsicher zu feiern.
Mit Dirndl und in Weiß-Blau: Die Gäste des Herbstfestes in Bruchmühlbach wissen stilsicher zu feiern.

An kreativer Namensfindung und an feierfreudigen Besuchern mangelte es in Bruchmühlbach-Miesau nicht: Da der Begriff Oktoberfest dem Treiben in München vorbehalten ist, lud der Unterhaltungsverein Bruchmühlbach (UVB) in diesem Jahr kurzerhand zu einem „Maßbiertrink- und Partyfeierfest“ auf den Werner-Odenwald-Platz ein.

Nach der 2G-Regel konnten sich Geimpfte und Genesene unter Vorlage ihres Personalausweises in Bruchmühlbach dann aber ganz wie auf dem originalen Oktoberfest fühlen. Für Sinika Walter-Haselbauer, Vorsitzende des UVBs, und ihre Helfer ging mit dem Fest ein langgehegter Sommernachtstraum in Erfüllung. „Die Vorbereitungen waren stets begleitet von dem Auf und Ab der Corona-Entwicklung und den damit häufig wechselnden Bestimmungen.“ Für die Vorsitzende und ihre Mitstreiter war dies jedoch kein Grund, an der Durchführung ohne Zelt zu zweifeln. 350 Voranmeldungen sprachen für sich und ein herrlich milder Spätsommerabend belohnte all die Anstrengungen.

Schon früh wurden die Plätze vor dem Vereinsheim von Feierlustigen aller Altersklassen in feschen Dirndln und krachledernen Hosen besetzt. Wohl die Hälfte der Gäste sprach von Hause aus Englisch. Shana und Justin Mensel sowie ihre Freunde Rosi und Eduard Martinez, zuhause in Dallas Texas und momentan auf der Air Base Ramstein tätig, finden es einfach „great“, mit „beer“, Bratwurst und zünftiger Blasmusik zu feiern. „Das Erste, was ein Amerikaner hier lernt, ist Bier, Bratwurst, BMW, Autobahn und Oktoberfest“, meinte Justin und hob lachend seinen Maßkrug.

„Mal wieder richtig feiern“

Als um 20 Uhr die Habachtaler unter Leitung von Andreas Guhmann den musikalischen Reigen anstimmten, war die Stimmung schon sehr gut. Der Bandleader und seine Truppe nahmen das Fest zum Anlass, nach fast zweijähriger Auftrittsflaute ihrem Publikum richtig einzuheizen. Anja Becker und ihre Freundin Susanne, beide aus Schwarzerden, hatten im Internet vom Auftritt ihrer Lieblingsband erfahren. „Unsere Dirndl wurden aus dem Dornröschenschlaf geweckt und los ging es in die Westpfalz, um mal wieder richtig zu feiern“, berichtete Anja Becker lachend und mit perfekt sitzender Tracht.

Marcus Sauter, ein Bruchmühlbacher, findet das Engagement des UVB einfach toll. „Die Atmosphäre spricht für sich. Die Besucher fühlen sich wohl und genießen endlich wieder das maskenfreie Lebensgefühl“, sagte Sauter. Auf der Tanzfläche vor der Bühne schwangen denn auch Paare losgelöst von den Restriktionen der vergangenen Monate das Tanzbein. Im ruhigeren Bereich des Festplatzes genossen die Besucher einen Cocktail oder das kulinarische Angebot.

Alle stimmen in Gesang mit ein

Der Wiesn-Hit „I will hoam nach Fürstenfeld“ hob dann auch die bequemsten Besucher aus den Stühlen und der ganze Festplatz stimmte in den Gesang mit ein. Von Walter-Haselbauer löste sich langsam die Anspannung. „Ich bin einfach nur glücklich und zufrieden, dass sich unser Einsatz ausgezahlt hat“, sagte die temperamentvolle Lady in Lederhosen und ergänzte: „Nur wer wagt, gewinnt.“

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