Trippstadt
Student der Agrarwissenschaften forscht in Hochspeyerer Wald
Der kroatische Student nutze für seine Arbeiten zwei Langzeitversuche der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) in Trippstadt, die schon in den 1980er Jahren angelegt wurden, teilt der Bezirksverband Pfalz mit. In diesen Versuchen werde der Einfluss von Kalkungs- und Phosphordüngungsmaßnahmen auf den Boden-pH-Wert, die Nährstoffgehalte im Boden und die Nährstoffversorgung und Vitalität der Bäume untersucht. Die Versuchsparzellen befinden sich bei Hochspeyer, wo die Waldkiefer als Hauptbaumart dominiert, und bei Idar-Oberstein, wo die Fichte vorherrscht. Im Mai und Juni 2020 entnahm Trošelj von jeder Versuchsparzelle Bodenproben, die nun im Labor untersucht werden. Zum Schluss werde der Gehalt der Nährstoffe im Boden und in den Bäumen in Beziehung zueinander gesetzt.
Ziel: Untersuchungsmethoden zu finden
Ziel der Masterarbeit sei es, Bodenuntersuchungsmethoden zu finden, die die Phosphorverfügbarkeit für die Bäume am besten widerspiegelten, erklärt der Bezirksverband Pfalz. Dazu würden in der Forstwissenschaft die Gesamtgehalte an Phosphor in den Böden analysiert. „Trošelj untersucht nun, ob andere Extraktionsmittel, die nicht den gesamten Phosphor im Boden erfassen, sondern ob es besonders gut pflanzenverfügbare Fraktionen gibt, die in besserer Beziehung zu den Phosphorgehalten der Bäume stehen“, erklärt der Bezirksverband Pfalz.
Enge Zusammenarbeit der Forschungsanstalten
Betreut wird der Student von Sabine Reh und Prof. Franz Wiesler von der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) in Speyer – der wissenschaftliche Direktor ist seit vielen Jahren außerplanmäßiger Professor an der Universität Hohenheim – sowie von Dr. Martin Greve von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) in Trippstadt. Trošeljs Interesse am Biosphärenreservat Pfälzerwald erkläre sich auch dadurch, dass er aus dem kleinen Küstendorf Tribanj kommt, das im Naturpark Velebit liegt.
Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft und die LUFA Speyer arbeite seit vielen Jahren eng zusammen.