Kreis Kaiserslautern Steinige Angelegenheit

Das soll ein Radweg sein? Hartmut Förster versteht nicht, warum ausgewiesene Radwege wie hier zwischen dem Mückenhof und Rodenba
Das soll ein Radweg sein? Hartmut Förster versteht nicht, warum ausgewiesene Radwege wie hier zwischen dem Mückenhof und Rodenbach immer wieder mal mit groben Schottersteinen saniert werden.

Wortwörtlich Steine in den Weg gelegt bekamen Radfahrer, die den Radweg in der Verbandsgemeinde Weilerbach zwischen Rodenbach und dem Mückenhof nutzen wollen. Vor einigen Wochen wurde der Weg mit groben Steinen geschottert, die das Radfahren deutlich erschweren. Bei Hartmut und Gudrun Förster aus Hirschhorn stoßen solche Maßnahmen auf Unverständnis.

Das Ehepaar ist privat oft und gerne mit dem Fahrrad unterwegs und mit den Radwegen im Landkreis Kaiserslautern bestens vertraut. Vor einigen Wochen bemerkten sie während einer ihrer Radtouren, dass mehrere Wege – unter anderem der bei Rodenbach – mit etwa zwei bis vier Zentimeter großen Schottersteinen saniert worden sind. Und das, obwohl die Strecke in Karten als Radweg ausgezeichnet ist. „Bei solchen Steinen ist das Benutzen zu Fuß schon gefährlich, mit dem Fahrrad ist es fast unmöglich“, schildert Förster das Problem. Die meisten solcher Wege, auch wenn sie offiziell als Radwege gelten, werden ebenso von der Land- und Forstwirtschaft genutzt, lautet einer der Gründe. Dirk Schubert vom Forstamt Kaiserslautern gibt zu bedenken, dass die Wege auch nach Unwettern oder starken Regengüssen für Nutzfahrzeuge zugänglich sein müssen. Auch Christian von Staden, Landesvorsitzende des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) aus Waldleiningen, ist sich dieses Umstandes bewusst. „Das Problem ist uns bekannt. Ähnlich sieht es auf vielen Radwegen in der Region aus.“ Der Untergrund der meisten Wege besteht meist nur aus festgefahrener Erde, die mit der Zeit uneben wird, was das Befahren mit Autos oder Traktoren erschwert. Um Fahrrinnen und Löchern vorzubeugen oder diese auszubessern, wird deswegen oft auf Schotter zurückgegriffen. „Wenn wir dann zu bedenken geben, dass dieser Belag für Radfahrer ungeeignet ist, heißt es meistens, wir sollen einfach ein Jahr warten, bis der Schotter durch die Benutzung festgefahren ist“, berichtet von Staden. „Besser wären feine Schottersteine, aber wahrscheinlich sind die teurer.“ Am sinnvollsten wäre eine Lösung, die sowohl der Forstwirtschaft als auch den Radfahrern gerecht würde, findet auch Hartmut Förster. Er sähe Deutschland gerne als „Radfahrland“, aber „so wird das nichts“. Zumindest für den Radweg zwischen Rodenbach und dem Mückenhof besteht aber Hoffnung, wie Volker Halfmann von der Tourismus-Info der Verbandsgemeinde Weilerbach mitteilt. Denn die Arbeiten rund um das Schottern seien noch nicht abgeschlossen. „Die Radfahrer waren einfach zu früh da, wir waren noch nicht fertig“, erklärt Halfmann und gibt an, dass der Weg noch plattgewalzt werde, um so eine ebenmäßigere Fläche zu schaffen. Einen festgesetzten Termin für diese Arbeiten gebe es zwar noch nicht, aber Halfmann versichert: „Wir sind da dran!“

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