Ramstein-Miesenbach
Stadtwerke schon mittendrin im Breitbandausbau
Wo immer möglich werden in der Verbandsgemeinde (VG) Ramstein-Miesenbach die ohnehin geplanten und terminierten Straßensanierungen mit dem Breitbandausbau verbunden. Den übernehmen für die sogenannten „Weißen Flecken“, also die Bereiche, die mit weniger als 30 Megabit versorgt sind, die Stadtwerke Ramstein. Sie hatten sich für das vom Bund geförderte Programm für das Gebiet beworben und den Zuschlag erhalten. Seit Ende Oktober 2020 läuft der Ausbau des schnellen Internets in der Verbandsgemeinde und Bürgermeister Ralf Hechler ist zuversichtlich, dass es zügig vorangeht. „Wir sind absolut im Zeitplan“, sagt er in Hinblick auf die Vorgabe, dass der Ausbau bis Ende November 2022 abgeschlossen sein muss.
1217 Haushalte in 699 Häusern sind in der VG davon betroffen. 45 Kilometer Leerrohre und 133,6 Kilometer Glasfaserleitung müssen in die Erde. 130 Hausanschlüsse seien bereits gelegt, ein Großteil der noch verbleibenden befände sich in Ramstein-Miesenbach „Am Stutzenflur“ Richtung Steinwenden. „Da sind wir jetzt dran“, berichtet Hechler.
Anschluss kostenlos ans Haus legen lassen
Der Bürgermeister betont, wie wichtig heutzutage eine solche Infrastruktur sei und ermutigt alle Hausbesitzer, sich für einen Anschluss zu entscheiden. Das Förderprogramm des Bundes, über das die Anbindung der „Weißen Flecken“ nun erfolgt, ermögliche es allen, sich den Anschluss kostenlos ans Haus legen zu lassen. Denn ausgebaut wird tatsächlich bis zur Außenwand der Gebäude. „Für den Anschluss im Haus muss dann jeder selbst sorgen“, erläutert Hechler. Auch um den Vertrag mit dem Internetanbieter müssten sich die Bewohner selbstverständlich in Eigenregie kümmern.
Die Schulen in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach sind derzeit noch auf ganz unterschiedlichen Wegen mit Internet versorgt. Während die Wendelinus-Grundschule in Ramstein bereits seit 2015 über einen schnellen Anschluss verfügt, laufen die Arbeiten in Spesbach und Hütschenhausen noch. Die Grundschule Moorbachtal in Steinwenden soll wiederum im Zuge des Straßenausbaus der Friedhofstraße verkabelt werden. Da dort in der Nähe auch noch ein großes Bau- sowie ein Gewerbegebiet entstehe, benötige Steinwenden ohnehin noch einiges Weitere an Infrastruktur, weist Hechler hin. Da biete es sich an, alles miteinander zu verknüpfen.
Der Hauptverteiler fehlt noch
Ohnehin sei der Bedarf für schnelles Internet und stabile Verbindungen an den weiterführenden Schulen höher als an den Grundschulen. Bis Realschule plus und Reichswald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach allerdings eine Glasfaserleitung erhalten, werde es wohl noch ein wenig dauern. Vor 2022 rechnet Hechler nicht damit. Die Vorbereitungen dazu seien zwar alle getroffen – die Leerrohre seien bereits mit den Rohren für die Fernwärme verlegt worden –, aber der Point of Presence (PoP), also der Hauptverteiler, mit dem alle Einzelleitungen eines Gebietes verbunden sein müssen, sei noch nicht fertiggestellt. Für die Schulen liege dieser „Auf der Pirsch“.
Um die Schulen dennoch nicht gänzlich vom Internet abzukoppeln, werden sie – wie übrigens auch das Gymnasium und die Integrierte Gesamtschule in Landstuhl – momentan über Richtfunk damit versorgt. Die Antenne befinde sich auf dem Wasserturm, berichtet der Bürgermeister.
Report
Die RHEINPFALZ fragt bei den Verbandsgemeinden des Kreises Kaiserslautern nach, wie es um den Breitbandausbau in der Region bestellt ist.