Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Spielplatz an katholischer Kirche in Miesenbach soll bebaut werden

Mit dem Munitionsdepot und dem Neubau der Kita in Miesenbach hat sich der Stadtrat unter anderem beschäftigt.
Mit dem Munitionsdepot und dem Neubau der Kita in Miesenbach hat sich der Stadtrat unter anderem beschäftigt.

Auf dem ehemaligen Spielplatz zwischen dem Fußweg zur katholischen Kirche und der Straße „Am Hangweg“ in Miesenbach sollen Bauplätze entstehen. Der dazu nötigen Änderung des bestehenden Bebauungsplans hat der Stadtrat Ramstein-Miesenbach in seiner Sitzung am Donnerstagabend zugestimmt.

Das rund 600 Quadratmeter große Gelände gehört der katholischen Kirche. Auf deren Wunsch solle das Areal nun für Wohnbebauung zur Verfügung stehen, erläuterte Ralf Hechler, Bürgermeister der Stadt Ramstein-Miesenbach (CDU). Der Spielplatz werde nicht mehr benötigt, weil es inzwischen weitere Spiel- und Freiflächen gebe, wie zum Beispiel den großen neuen Spielplatz am Seewoog. Die Umgebung des Plangebiets bestehe aus Häusern, Wohnungen und Gärten. Die Festsetzungen für das Wohngebiet würden nun auf das zu überplanende Grundstück übertragen, so werde zum Beispiel die Traufhöhe der Häuser auf maximal 5,50 Meter festgesetzt, erläuterte Ulrike Bossung, Leiterin der Bauabteilung bei der VG Ramstein-Miesenbach.

Förderung für Entwässerungskonzept

„Altes Munitionsdepot“. Die Entwicklung des geplanten Industriegebiets auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsbüros kommt weiter voran. Der Stadtrat hat beschlossen, den Auftrag in Höhe von rund 14.900 Euro an das Ingenieurbüro Schweitzer (Saarbrücken) zu einem Verkehrs- und Entwässerungskonzept für das derzeit brachliegende Gelände zu erteilen. Das Projekt wird vom Land zu 88 Prozent bezuschusst, informierte Hechler.

Die Fläche ist rund 6,2 Hektar groß, davon können etwa 3,9 Hektar bebaut werden. Das Areal sei über die Pegulanstraße mit der Anbindung an die L356 und weiter über die A6 gut erschlossen, erläuterte Hechler. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) habe aber gefordert, zu prüfen, ob der Knotenpunkt L356, Industriestraße und Pegulanstraße auch dann noch leistungsfähig sei, und der Verkehr flüssig fließen könne, wenn sich immer mehr Industriebetriebe dort ansiedeln.

Daneben muss ein Konzept für die Schmutz- und Regenwasserentwässerung ausgearbeitet werden. Auf die Frage von SPD-Ratsmitglied Bodo Mahl, ob nicht das Regenrückhaltebecken, das südlich des Areals liegt, genutzt werden könne, antwortete Bauamtsleiterin Ulrike Bossung: „Wir haben schon beim LBM nachgefragt, da hieß es nein, da die Behörde das Rückhaltebecken selbst nutzt.“

Kindertagesstätte Miesenbach: Nachdem vor zwei Wochen der erste symbolische Spatenstich an der neuen Kindertagesstätte am Altenwoog gemacht wurde, soll auch die Grundsteinlegung gefeiert werden, kündigte Bürgermeister Hechler an. Mit einem Auftragsvolumen von rund 21.000 Euro beauftragte der Stadtrat die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach mit der Verlegung der Versorgungsleitungen des Neubaus.

Kerwe und Bauernmarkt: Die Kerwe und der Bauernmarkt in Ramstein werden wegen Corona voraussichtlich in diesem Jahr nicht stattfinden, kündigte Hechler an. „Zu diesen Veranstaltungen kommen in der Regel rund 20.000 bis 30.000 Besucher, das können wir in dieser Form nicht machen“, sagte der Bürgermeister. Dafür steht bereits ein Termin für das im Frühjahr ausgefallene Europafest: Dieses soll nächstes Jahr vom 7. bis 9. Mai gefeiert werden.

Noch keine Infos zu Truppenabzug

Mehrwertsteuersenkung: Die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach wollen die ab 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung für das ganze Jahr, nicht nur für die letzten sechs Monate an ihre Kunden weitergeben, kündigte Hechler an. Mit der Endabrechnung bekämen die Kunden den gesparten Betrag gutgeschrieben.

Abzug amerikanischer Truppen: Bisher keine Informationen über den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Abzug amerikanischer Truppen habe er, sagte Hechler, der erzählte, dass er in den vergangenen Wochen von überregionalen und internationalen Fernsehanstalten, Radiosendern und Zeitungen zu dem Thema „belagert“ worden sei. „Anscheinend ist es wichtiger, was der Dorfbürgermeister zu dem Thema zu sagen hat, als der Innenminister. Ich bin ziemlich genervt“, bekannte der Bürgermeister.

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