Schopp RHEINPFALZ Plus Artikel Spatenstich: Die Kindertagesstätte Arche Kunterbunt wird saniert und erweitert

Die Kindertagesstätte in Schopp bekommt einen Anbau und wird saniert.
Die Kindertagesstätte in Schopp bekommt einen Anbau und wird saniert.

Rund 1,5 Millionen Euro wird die Ortsgemeinde Schopp in den nächsten zwölf Monaten in die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte Arche Kunterbunt investieren.

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Arbeiten am vergangenen Freitag begonnen. Im Frühjahr 2027 sollen sie abgeschlossen werden. Die Kindertagesstätte (Kita) wird dann Platz für rund 70 Kinder haben und zusätzlich Unter-Zweijährige aufnehmen können.

Neben der Generalsanierung des Bestandsgebäudes, an dem letztmals Anfang der 1990er-Jahre größere Umbau- und Erweiterungsarbeiten vorgenommen wurden, erhält die Kita in Richtung zur protestantischen Kirche einen eingeschossigen Anbau. In diesem finden die Küche, die Mensa sowie Sozialräume für die Kita-Mitarbeiter Platz. Dadurch wird im alten Gebäudeteil unter anderem Raum frei für Einrichtungen, die gebraucht werden, um Kleinkinder unter zwei Jahren in der Schopper Kita aufnehmen zu können.

Der Anbau kommt zuerst

Wie Ortsbürgermeister Klaus Nahlenz berichtet, stellten die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten in mehrfacher Hinsicht für den Architekten und die am Bau beteiligten Firmen eine Herausforderung dar. Als problematisch werde zum einen die Topografie erachtet. Die Kita steht in einer steilen Hanglage. Die Baustelle für den Anbau liegt daher mehrere Meter unterhalb der Waldstraße, von der aus sie von den Baumschienen erschlossen werden kann. Zum anderen sei geplant, dass die meisten Umbauarbeiten während des laufenden Kindergarten-Betriebs stattfinden.

Zunächst werde der Anbau errichtet. Gleichzeitig erfolge die Umgestaltung des kompletten Eingangsbereichs zum Bestandsgebäude, erläutert Nahlenz. Dort soll nicht nur ein barrierefreier Zugang, sondern auch eine sogenannte Matschschleuse geschaffen werden. Kinder und Erzieher können dort ihre Schuhe wechseln und so den Schmutzeintrag in die Kita-Räume deutlich reduzieren.

Möglichst in den Ferien arbeiten

Nach Abschluss der Arbeiten am Erweiterungsbau sollen das Erdgeschoss und die beiden oberen Stockwerke im Altbau saniert werden. Geplant sei, die Belastungen durch die Bauarbeiten für die Kinder und die Belegschaft so gering wie möglich zu halten. Unter anderem wolle man alle geräuschintensiven Arbeiten nach Möglichkeit in den Kita-Ferien ausführen lassen, betont Nahlenz. Sollte das nicht möglich sein, würden Ausweichmöglichkeiten im Dorf geschaffen – wobei man unter anderem auf die Turn- und Festhalle sowie auf Räume in der Grundschule zurückgreifen könne, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft der Kita Arche Kunterbunt befinden.

Die Betriebsträgerschaft der Kita liegt beim protestantischen Kita-Verbund Nordpfalz im Dekanat an Alsenz und Lauter, in das die protestantische Kirchengemeinde Schopp-Linden-Krickenbach erst Anfang 2024 wechselte. Die Pläne für den Umbau reichen bis in die 2010er-Jahre zurück. Bereits seit 2020 liegt eine Baugenehmigung vor. Wegen Verzögerungen – unter anderem während der Corona-Pandemie – musste der Beginn der Bauarbeiten immer wieder verschoben werden.

Ein Neubau wäre deutlich teurer

Derzeit dürfen eigentlich nur 50 Kinder in Schopp betreut werden, für weitere 15 Kinder gibt es seit Jahren eine Ausnahmegenehmigung. Diese wurde nur deswegen immer wieder verlängert, weil die Umbauarbeiten in Planung waren. Wie der Ortsbürgermeister ergänzend berichtet, stand während der langen Planungsphase immer mal wieder ein Neubau als Alternative zur Bestandssanierung zur Debatte. Dagegen habe man sich hauptsächlich wegen der Kosten entscheiden. Ein Neubau hätte mehr als das Doppelte der jetzt anfallenden Kosten verschlungen, verrät Nahlenz.

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