Bann
So lief die erste Kulinarische Wanderung der Landfrauen
Der Kulinarischen Wanderung vorausgegangen war eine gute Vorbereitung. Organisiert hatten die Veranstaltung die gerade erst seit Januar bestehenden Bännjer Landfrauen unter der Regie von Andrea Lutz, ihrer Ersten Vorsitzenden. Schon zu diesem Zeitpunkt war man der Meinung, dass für die Präsentation eines neuen Vereins solch eine Kulinarische Wanderung genau das Richtige sei. Man müsse ja für einen solchen Zweck nicht unbedingt etwa in die Vorderpfalz fahren, wenn das Bännjer Umland doch genauso seine Reize habe. Zusammen mit zahlreichen anderen ortsansässigen Vereinen wurde dann geplant und organisiert – mittendrin und federführend der junge Landfrauenverein, dem anfangs gerade einmal zehn Frauen angehörten. Inzwischen ist der Verein schon auf 36 Mitglieder angewachsen, darunter sogar zwei Landmänner.
So konnte man also gut vorbereitet an den Start der von allerlei Gaumenfreuden begleiteten Wanderung gehen, zu der sich schon früh viele Besucher einfanden. Los ging es um 12 Uhr am Hundeplatz in Bann. Bereits direkt am Start erwarteten die Wanderer Weine aus der Vorderpfalz, vom Weingut Christmann in Maikammer – inklusive, wenn man wollte, zünftiger Dubbegläser und passender Umhängetaschen, damit die Wanderer die Hände etwa für Walking-Stöcke frei hatten. Für den ersten Hunger gab es dazu passenden Flammkuchen vom Schäferhundeverein.
Regen schreckt keineswegs ab
Der anfangs leicht ansteigende Weg auf der rund acht Kilometer langen Strecke rund um den Banner Hausberg führte zunächst an Wiesen und Rapsfeldern vorbei, um dann sanft in den frühlingsgrünen Wald überzugehen. Viele große und kleine Freundesgruppen, junge Familien, Paare mit Hunden und einzelne Wanderer – der asphaltierte Weg war für jeden Wanderwilligen gut zu begehen. Und zur Stärkung gab es an Essensständen in gut gewählten Abständen immer mal wieder etwas Schmackhaftes und Erfrischendes: „Etwa alle 1600 Meter gibt es einen Stand“, betonte Andrea Lutz. Einen davon betrieben an einer Weggabelung im Wald der örtliche Werkvolk-Fanfarenzug, wo es unter anderem Wildbratwürste in Brötchen gab. Hier fanden Ermattete auch Sitzplätze zum Ausruhen, oft stand man aber in geselliger Runde beisammen und unterhielt sich über die Veranstaltung. Einer, der hier gerade verweilte, war Helmut Harth aus Hütschenhausen. Er hatte in der RHEINPFALZ die Ankündigung zur Wanderung gelesen und war neugierig darauf geworden, was er hier wohl so alles geboten bekommen würde. Er wurde offenbar nicht enttäuscht, auch vom an diesem Tag schwer einzuschätzenden, eher zum Regen neigenden Wetter nicht. Mit dem Schirm im Gepäck war er gut gerüstet – wie im Übrigen auch viele andere Wanderer, die sich nicht vom Wetter von der Wanderung abhalten ließen: Bereits eine Stunde nach dem Start hatte man über 100 Besucher gezählt. Auch die Landfrauen selbst hatten kulinarisch etwas zu bieten. In der Schutzhütte am Wegesrand gab es neben Kaffee und selbst gebackenem Kuchen einen besonderen „Landfrauen-Snack“ (Grissini mit Schinken, Salami, Oliven, Trauben und Käse). Bei den Pferdefreunden Heidelbeerkopf etwas weiter waren dagegen „Rostige Ritter“ im Angebot.
An diesem Tag ging sicher keiner der Wanderer durstig oder hungrig nach Hause. Und: Die Teilnehmer waren augenscheinlich zufrieden mit dieser ersten Kulinarischen Wanderung. Für die Bännjer Landfrauen war die Veranstaltung jedenfalls ein guter Start in ihre Vereinsgeschichte. Denn eins steht schon fest: Auch nächstes Jahr wird es wieder eine solche Wanderung geben.
Info
Wer Interesse hat, dem Bännjer Landfrauenverein beizutreten, kann sich per Mail an baennjerlandfrauen@yahoo.com melden. Es sind noch etliche weitere Aktivitäten geplant, so etwa eine Fahrt nach Mutterstadt auf den Pfalzmarkt am 29. Mai.