Ramstein RHEINPFALZ Plus Artikel So lief der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs

Für alle Teilnehmer gab es einen Buchpreis.
Für alle Teilnehmer gab es einen Buchpreis.

Spannende Geschichten, Vorlesen auf hohem Niveau und zahlreiche an Büchern interessierte Kinder: Dieser Samstagmorgen in der Lounge des Congress Center Ramstein (CCR) stand ganz im Zeichen des Vorlesewettbewerbs. Der Regionalentscheid fand statt: Die beste Vorleserin, der beste Vorleser im Kreis wurde gekürt.

Neun Mädchen und Jungen traten gegeneinander an: Alexander Nothof (IGS Landstuhl), Lajana Firus (Realschule plus Bruchmühlbach-Miesau), Antonia Kartarius (Reichswald-Gymnasium Ramstein-Miesenbach), Anna Magdalena Wagner (Sickingen-Gymnasium Landstuhl), Maximilian Albert Schneider (IGS Enkenbach-Alsenborn), Marlene Schröder (St.-Katharina-Realschule Landstuhl), Conner Siepmann (IGS Otterberg), Eliana Pavone (Realschule plus Ramstein-Miesenbach) und Melinda Lehmann (Realschule plus Queidersbach).

Das Ganze wurde in zwei Abschnitte unterteilt. Zuerst lasen die Kinder, die alle die sechste Klasse ihrer Schule besuchen und zwischen elf und zwölf Jahre alt sind, einen Text aus einem Buch ihrer Wahl. Dabei stellten sich die Jungen und Mädchen erst kurz selbst vor, gaben eine kurze Inhaltsangabe ihres ausgewählten Buches und erklärten dann, an welcher inhaltlichen Stelle des Werks man sich gerade befindet. Drei Minuten hatten sie dann Zeit, ihren Text vorzutragen. Im Gegensatz dazu musste in der zweiten Runde ein unbekannter Text gelesen werden. Hier hatte sich Michelle Müller von der Stadtbücherei Ramstein-Miesenbach für den Roman „Abenteuer eines Döner-Checkers“ von Stefan Gemmel entschieden. Jeweils zwei Minuten lang lasen die Kinder dann daraus vor. Danach zog sich die vierköpfige Jury, bestehend aus Doris Koch (Buchhandlung Koch, Ramstein), Sabine Müller (Leiterin des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien Kaiserslautern), Sarah Stemberg (Fachleiterin für Berufspraxis am selben Studienseminar) sowie Lisa Schneider (Studienreferendarin für das Lehramt an Gymnasien), zurück, um gemeinsam den Gewinner oder die Gewinnerin dieses Regionalwettbewerbs zu ermitteln.

Überraschte Gewinnerin

Leicht gemacht hatten es Ihnen die Kinder nicht – schließlich zeigten alle Teilnehmer eine insgesamt gute Vorlese-Leistung. Bei der Bewertung kam es also auf die Details an. Hier beurteilte die Jury nach drei Kriterien. Wichtig war dabei zum einen die Lesetechnik mit den Fragestellungen, wie sicher und flüssig gelesen wurde, und ob die beim Lesen gezeigten Betonungen und Stimmlagen zum Inhalt passten. Weiterhin zählte die richtige Interpretation: Wurde der Text inhaltlich und atmosphärisch gut erfasst und lesetechnisch umgesetzt? Als Drittes wurde schließlich die Textauswahl an sich bewertet und dabei etwa die Frage beantwortet, ob der gewählte Ausschnitt Interesse am ganzen vorgestellten Buch weckte.

Ramstein-Miesenbachs Verbands- und Stadtbürgemeister Ralf Hechler, der die Veranstaltung moderiert hatte, zeigte sich bei der Siegerehrung davon beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit die Kinder allesamt ihre Texte gelesen hätten. Wohl noch beeindruckter war indes die Gewinnerin des Regionalwettbewerbs: Antonia Kartarius vom Reichswald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach erhielt den ersten Preis auf dieser Stufe des Vorlesewettbewerbs. Sie war sichtlich überrascht, dann aber offenbar auch sehr stolz auf ihren Erfolg. Urkunden bekamen die Kinder alle, und allen überreichte der Kreisbeigeordnete Peter Schmidt einen Buchpreis.

Für Antonia Kartarius geht es nun im März/April weiter zum Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs.

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