Ramstein-Miesenbach
Siegelbach in Ramstein-Miesenbach soll naturnäher fließen
Das neue Pumpwerk in Obermohr, das künftig die grob von Feststoffen befreiten Abwässer aus Steinwenden, Weltersbach, Obermohr und Kottweiler-Schwanden zur Kläranlage an der L363 weitertransportieren soll, nimmt langsam Gestalt an. „Mittlerweile werden die Decke und die Wände betoniert“, berichtete der Leiter des Kanalwerks, Steffen Harth, in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates Ramstein-Miesenbach.
Bau des Pumpwerks verläuft planmäßig
Damit lägen die Arbeiten am im September begonnenen Bauwerk gut im Zeitplan. In Betrieb genommen werden soll die neue Technik, die dann die momentan laufenden, aber schon 25 Jahre alten Pumpen ersetzt, im Oktober. Zeitgleich sei auch schon mit ersten Abbrucharbeiten an nicht mehr benötigten Teilen der ehemaligen Kläranlage begonnen worden, teilte der Kanalwerksleiter mit. Sollte es weiterhin so gut laufen, könnte auch der Kostenrahmen von rund 1,3 Millionen Euro eingehalten werden, schätzt Harth.
Weitere Projekte, die die Mitarbeiter des Kanalwerks derzeit beschäftigen, sind die Renaturierung des Siegelbachs in Ramstein sowie die Erschließung des letzten Teilstücks des Industriezentrums Westrich. Dort soll es am 2. März mit den Arbeiten losgehen – drei Monate, rechnet Harth, werden seine Leute auf dem Gelände beschäftigt sein.
Regenrückhaltebecken soll Überschwemmungen verhindern
Die Renaturierung des Siegelbachs hängt hingegen mit dem Neubaugebiet „Großacker Teil II“ zusammen. Dort wurde Fläche versiegelt, dafür soll der Bach nun wieder naturnäher dahinfließen und so ein besseres Habitat für Pflanzen und Tiere bieten. Dazu soll das Bachbett in Mäandern und mit einem flachen Ufer angelegt werden, erläuterte Harth. Während die Renaturierung nicht nennenswert zum Hochwasserschutz beitrage, soll das bereits angelegte Regenrückhaltebecken neben dem Bach Regenwasser aufnehmen und so gewährleisten, dass es nicht so leicht zu Überschwemmungen in dem Gebiet kommt.