Kreis Kaiserslautern
Sembach: Neubaugebiet „Pariser Hof“ wird erschlossen - Häuslebauer können 2020 loslegen
Bis Oktober sollen die Versorgungsleitungen, die Kanalanschlüsse sowie auch die Straßen im Neubaugebiet „Pariser Hof“ angelegt sein. Dies ist das Ziel der Erschließungsplanung, die Michael Thomas vom Büro WVE am Donnerstagabend in der Ratssitzung vorstellte. Für die privaten Bauherren werde es im Frühjahr 2020 Grünes Licht geben.
Die Zufahrt zu den Ein- und Zweifamilienhäusern werde nach Thomas Worten über eine Straße erfolgen, die die Haupt- mit der Birkenstraße verbinde. Sie sei als Einbahnstraße in südlicher Richtung geplant, werde mit Pflastersteinen niveaugleich befestigt und in einem V-Profil angelegt. „Auf den Schutz vor Überflutung haben wir besonderes Augenmerk gerichtet“, betonte Thomas. Das Profil diene mit der Mittelrinne dabei als zusätzliche Sicherheit bei Starkregen-Ereignissen.
Wie der Planungsingenieur weiter ausführte, seien die beiden Mehrfamilienhäuser von der Marktstraße her über eine Stichstraße erreichbar. Dort würden dann auch sechs öffentliche Parkplätze hergestellt. Zudem sei geplant, den Gehweg in der Marktstraße am äußeren Rand des Plangebietes neu aufzubauen.
Die Entwässerung des Neubaugebietes werde durch zwei neue Kanalanschlüsse zur Haupt- und zur Marktstraße hin sichergestellt, so der Ingenieur. Diese Lösung sei mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd bereits abgestimmt. Die Wohngebäude würden ans Glasfaser-Internetkabel angebunden. Die Breitband VG EA (eine Anstalt des öffentlichen Rechts) werde die Anschlüsse in den Häusern herstellen, sagte der WVE-Sprecher. Aus Sicht der Planer sei sichergestellt, dass der Boden im Anschluss an die Verlegung nicht mehr aufgemacht werden müsse.
„Straßenbelag wird ständig kontrolliert“
„Erfahrungsgemäß wird das Pflaster auf Straßen oft ausgewaschen und die Steine klappen beim Überfahren hoch“, wandte Jürgen Wenzel (CDU), Vertreter der Verbandsgemeinde, in Bezug auf den geplanten Straßenbelag ein. Die Technik habe mittlerweile Fortschritte gemacht, entgegnete Thomas. Man verfüge bereits über verzahnte Pflastersteine. Außerdem seien die Verantwortlichen vorbereitet. Die Fugen der Steine würden ständig kontrolliert und bei Bedarf werde Sand nachgefüllt.
In einer Übersicht erläuterte Thomas den Ratsmitgliedern den Projektzeitplan. Daraus werde ersichtlich, dass die Kosten für die Erschließung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös genannt werden könnten. Im Zeitraum von Juli bis August sei die Entwurfsplanung für den Straßenbau sowie die Kanäle und Wasserleitungen erfolgt. Gleichzeitig habe die Koordination zwischen den Unternehmungen stattgefunden, die für die Leitungsnetze verantwortlich seien. Das Baugrundgutachten stehe für diesen Monat an und die Ausschreibung sowie die Vergabe der Aufträge sollen im September folgen, so Thomas.
Borkenkäfer befällt 25 Bäume
Am Ende der Sitzung gab Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD) bekannt, dass in dem sowieso schon recht kleinen Fichtenbestand der Gemeinde am Wasserhaus der Borkenkäfer eingefallen sei. 25 Bäume hätten gefällt und schnellstens aus dem Forst entfernt werden müssen, um die weitere Ausbreitung der Käferplage zu verhindern.