Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Schwimmbäder bereiten sich trotz Corona auf die Saison vor

Da es mehrere Wochen dauert, bis das Becken voll ist, wird im Otterberger Naturbad schon das Wasser eingelassen. „Jetzt kann der
Da es mehrere Wochen dauert, bis das Becken voll ist, wird im Otterberger Naturbad schon das Wasser eingelassen. »Jetzt kann der Sommer kommen«, meint unser Leser Gerd Kaissling, der das Foto gemacht hat.

Die Freibäder im Landkreis Kaiserslautern bereiten sich trotz unsicherer Lage auf die Saison vor. Die letzten Renovierungsarbeiten laufen, es wird alles gereinigt, und teilweise läuft das Wasser schon in die Becken. Der Öffnung der Bäder ab Mai steht vielerorts nur noch die Pandemie im Weg.

In Otterberg ist für Mai eine Sitzung des Verwaltungsrates geplant, bei der es um die Öffnung des Schwimmbades gehen soll. Vorbereitet hat man das Naturbad aber wie in jeder normalen Saison auch, wie Werkleiterin Heike Brettmeister sagt. Da es eine ganze Weile dauere, bis das Naturbad gefüllt sei, sei man schon seit Anfang April dabei, das Quellwasser einlaufen zu lassen. „Wir hoffen, dass wir Mitte oder Ende Mai öffnen dürfen“, meint Brettmeister. Das Hygienekonzept vom vergangenen Jahr sei gut durchführbar gewesen, so dass man daran festhalten wolle, wenn es keine weiteren Corona-Verordnungen dazu gibt. Im vergangenen Jahr hatte man in Otterberg die Öffnungszeiten verkürzt, damit es mehr Zeit für die Reinigung gab. Im Internet konnten die Besucher sich vorab anmelden, die Besucheranzahl war begrenzt. Auf diese Maßnahmen habe es positive Rückmeldungen gegeben, weil alles so reibungslos geklappt habe, stellt Brettmeister fest. „Wir hatten auch Gäste aus anderen Gemeinden, bei denen das Schwimmbad zu war.“ Gerade Familien mit Kindern, die wegen der Pandemie ihre Ferien zuhause verbrachten, seien froh gewesen, dass sie einen Teil der Freizeit im Schwimmbad verbringen konnten.

„Sobald von oben der Startschuss kommt, können wir loslegen“, sagt Marko Dittrich von der Verbandsgemeinde Weilerbach. Im Freibad in Rodenbach werden derzeit noch die letzten Fliesen ausgetauscht. Saniert wurde zwar, „aber nichts, was der Gast später sieht“. Die Wasserleitungen zu den Duschen wurden erneuert. Die Steuerung, die für das Umwälzen des Wassers und die Chlorung zuständig ist, wurden ausgetauscht.

Arbeiten am Sprungturm

Am Sprungturm des Trippstadter Freibades wird momentan noch gewerkelt. Eine Betonsanierung steht an. Durch die kühle Witterung in den vergangenen Tagen hätten sich die Arbeiten etwas verzögert, doch das Ziel, Anfang Mai öffnen zu können, sei gesteckt, sagt Alexander Dorge, der bei der Verbandsgemeinde Landstuhl für die Bäder zuständig ist. 650 Personen durften das Trippstadter Freibad im vergangenen Sommer täglich besuchen, in Landstuhl durften 750 Besucher gleichzeitig ins Naturfreibad. Das Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr will man in Landstuhl und in Trippstadt auch in der kommenden Saison beibehalten. In Trippstadt waren zwei Bahnen für die Schwimmer abgeteilt. „Wir haben in Landstuhl eher die typischen Freizeitbesucher, deshalb haben wir das dort nicht gebraucht“, meint Dorge. Das Online-Buchungssystem habe einwandfrei funktioniert, gleichzeitig habe man damit auch alle Daten für die eventuelle Kontaktnachverfolgung gehabt. Mit einem QR-Code konnten sich die Schwimmer dann am Eingang einloggen.

Den 1. Mai hat Dominic Jonas, der Hochspeyerer Ortsbürgermeister als Öffnungstermin für das Freibad angepeilt. Aber er rechnet mit einer Verzögerung, wie er mitteilt: „Wir haben gerade noch mit dem Gesundheitsamt Gespräche, ob wir Schnelltests bereithalten müssen oder ob Gäste einen negativen Test vorweisen müssen, um das Bad zu besuchen.“ Im vergangenen Jahr hatte es keine Mehrfacheintrittskarten gegeben. Diesmal will Jonas zumindest Elferkarten anbieten. „Dauerkarten wird es wegen der Pandemie natürlich noch keine geben.“

Badebetrieb ab 1. Juni?

Das Bad in Mehlingen wurde im vergangenen Jahr umfangreich saniert und blieb zu. Das komplette Becken, der Boden und die Einfassungen wurden erneuert. Derzeit laufen noch die letzten Arbeiten. Ortsbürgermeisterin Monika Rettig würde in diesem Jahr gerne das renovierte Schwimmbad den Besuchern präsentieren. Wenn das Wetter mitspielt, soll der Badebetrieb am 1. Juni losgehen, natürlich mit einem Hygienekonzept. „Daran arbeiten wir derzeit noch“, berichtet die Ortschefin. Sie habe sich Gedanken gemacht, weil der Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich ineinander übergeht. „Aber ich habe mir sagen lassen: Im Schwimmbecken ist die Situation nicht so problematisch wie bei den Zusammenkünften auf der Liegewiese.“ In Enkenbach-Alsenborn hat man den 6. Juni als Öffnungstermin in Blick. „Allerdings muss da noch der Ortsgemeinderat zustimmen“, sagt Stefan Müller von den Technischen Werken der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.

In Ramstein-Miesenbach ist man derzeit skeptisch, ob in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie das Freibad im Azur überhaupt öffnen darf. Geplant ist bisher eine Eröffnung am 1. Juni. Noch keine Entscheidung ist in Bruchmühlbach-Miesau gefallen. Hier befasst sich der Rat erst Ende April mit einem Eröffnungstermin.

Alles neu: Das Mehlinger Bad wurde im vergangenen Jahr umfangreich saniert. Jetzt laufen letzte Arbeiten.
Alles neu: Das Mehlinger Bad wurde im vergangenen Jahr umfangreich saniert. Jetzt laufen letzte Arbeiten.
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