Kreis Kaiserslautern Schwedelbach: Rotes Kreuz errichtet eine neue Rettungswache
Die neue Rettungswache in Schwedelbach ist schon länger geplant, nun soll bald der erste Spatenstich ausgeführt werden: „Baubeginn soll in diesem Jahr sein“, sagt Ralf Marco Prinz, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH.
Das Rote Kreuz baut die Rettungswache am Ortsausgang von Schwedelbach an der nach Reichenbach-Steegen führenden Umgehungsstraße, auf der linken Seite – anders als ursprünglich geplant. Zunächst waren Grundstücke auf der rechten Seite dafür ins Auge gefasst worden. Die hätten sich aber als ungeeignet erwiesen, unter anderem wegen eines Bachlaufes, stellt Gudrun Heß-Schmidt fest, in deren Verantwortung als Kreisbeigeordnete der Brand- und Katastrophenschutz liegt. Die Kreisverwaltung hat in der Region die Fachaufsicht über den Rettungsdienst.
Zusammen mit Maltesern
Das DRK wird die Wache dann gemeinsam mit den Maltesern betreiben (wir berichteten mehrfach). Erforderlich ist der neue Stützpunkt, weil Hilfsfristen auch für diesen Bereich der Verbandsgemeinde Weilerbach bis hinein in den Landkreis Kusel eingehalten werden müssen: 15 Minuten sind den Rettern per Landesgesetz vorgegeben, um ihren Einsatzort zu erreichen. „Weiße Flecken“ sollen mit der Wache abgedeckt werden, sagt Heß-Schmidt. Das passiert auch jetzt schon. Die Rettungsdienst-Mitarbeiter haben in der Schwedelbacher Bauhofhalle eine gut ausgestattete Zwischenunterkunft bezogen – „wie eine Einliegerwohnung“, findet Ortsbürgermeister Dieter Hirsch.
Noch in der Offenlegungsphase
Zum aktuellen Stand beim Rettungswachenprojekt sagt Prinz, zugleich Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kaiserslautern-Stadt: Die Verbandsgemeinde Weilerbach habe den Bebauungsplan ändern müssen; wenn dieser Prozess abgeschlossen sei, könne das Grundstück nach Rücksprache mit dem Kreis gekauft sowie der Bauantrag gestellt werden. Prinz rechnet dann mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Die Ausgleichsfläche an der Umgehungsstraße sei eigentlich „nie für eine Bebauung vorgesehen gewesen“, begründet Bürgermeisterin Anja Pfeiffer, warum überhaupt der Bebauungsplan geändert werden musste. Dabei befinde man sich noch bis zum kommenden Freitag in der Offenlegungsphase. Der Plan müsse dann noch von der Ortsgemeinde als Satzung beschlossen werden. Zudem sei noch der Kaufvertrag abzuschließen, meint die Bürgermeisterin.
Raum für eine Schnelleinsatzgruppe
Drei Tore werde die Wache haben, zwei Autos und auch einer Waschhalle Platz bieten, skizziert Prinz. Nach Schätzung des DRK belaufen sich die Kosten für den Neubau auf über eine Million Euro. Als zuständige Rettungsdienstbehörde ist der Landkreis verpflichtet, 75 Prozent der Kosten als Zuwendung zu gewähren. Im Umkreis der Rettungswache soll künftig auch Raum sein für eine Einheit der sogenannten Schnelleinsatzgruppe, die SEG-Betreuung mit ihren drei Fahrzeugen. Die SEG-Einheiten des Katastrophenschutzes sind unter dem Dach des Landkreises angesiedelt, kommen bei Ereignissen wie Großbränden oder Evakuierungen zum Einsatz. Ziel sei es dabei, Synergien zu nutzen, etwa mit dem Mitbenutzen der Waschhalle, betont Heß-Schmidt. Auf dem Grundstück für die neue Rettungswache sei allerdings kein Platz dafür. Es besteht laut der Kreisbeigeordneten aber eine Kaufoption zugunsten der SEG-Betreuung in unmittelbarer Nähe.