Kreis Kaiserslautern Schon mal für den Winter vorgesorgt

Selbst hergestellte Nudeln gab es am Stand von Leah und Ulrich Beisiegel.
Selbst hergestellte Nudeln gab es am Stand von Leah und Ulrich Beisiegel.

Vom historischen landwirtschaftlichen Gerät über verschiedenartigste Leckereien bis hin zu Strick- und Häkelartikeln: Beim Bauernmarkt im Otterbacher Ortsteil Sambach wurde am Samstag allerlei präsentiert. Ausrichter war der Ortsverschönerungsverein Sambacher Hosseplätscher.

Es stecke schon jede Menge Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung dieses alle zwei Jahre stattfindenden Festes, betonte Ortsvorsteher Holger Jung bei der Eröffnung und zollte dem Ausrichter mit seiner Vorsitzenden Elvira Lange ein großes Lob. Der Bauernmarkt sei eine Bereicherung für Sambach, einen Ort, in dem gerne gefeiert werde. Mit dieser Initiative gewinne der Ortsteil weiter an Bedeutung weit über das Lautertal hinaus, meinte Jung weiter. Die Traktorenschau hatte Michael Lange aus Sambach organisiert, der selbst sein Paradestück ausstellte. Einen Lanz-Bulldog aus dem Jahr 1939 im Originalzustand. Großvolumig der Ein-Zylinder-Motor des Typs 3506 mit 4786 Kubikzentimetern Hubraum, der gerade mal über 20 Pferdestärken verfügt. Immerhin hat das Gefährt ein Gewicht von 2,3 Tonnen. Auch die Jugend rückte näher an das Geschehen heran und lauschte den Gesprächen der Fachleute. Schon etwas moderner und jünger ist der Bulldog von Johannes Obenauer aus Obersülzen. Der im Jahr 1960 gebaute Typ D 3850 mit einem 3710-Kubikzentimeter-Hubraum-Motor kommt auf 38 Pferdestärken und wurde in Madrid gebaut. „Dies erkennt man an den Felgen, die in Spanien in der Farbe Gelb lackiert wurden, während dieser Typ in Deutschland mit rot gefärbten Felgen ausgeliefert wurde“, erklärte Obenauer. Den mitgeführten Anhänger hat er aus einem früheren Feuerwehranhänger selbst gebaut. Beim Spaziergang über den Markt gab es noch viel mehr zu sehen und zu erleben. An den Ständen wurde alles Mögliche angeboten: Duftkerzen und Honig ebenso Artikel aus Holz, von Würfeln bis zum Kochlöffel. Trotz sommerlicher Hitze interessierten sich an einem Stand Besucherinnen für die selbst gestrickten Socken. „Die sind für meinen Mann, bald ist es ja wieder Winter“, meinte eine Frau zu ihrer Begleiterin und erstand gleich zwei Paar Socken. Auch handgemachte Puppenkleider gab es, teils gestrickt, teils gehäkelt und teils geschneidert. Die Verkäuferin erzählte ihren Kundinnen, wie sie die einzelnen Teile herstellt, die dann mit Nadel und Faden zu einem fertigen Kleidungsstück zusammengenäht werden. „Daher ist jedes Kleidungsstück ein Unikat“, verriet sie. Einfacher ließen sich die Topflappen aus Wolle fertigen oder die kleinen Deckchen häkeln, so die Verkäuferin. Viel Aufmerksamkeit erhielt auch die Straubenbäckerei. „Dabei handelt es sich um eine gebackene Mehlspeise“, erläuterte die Betreiberin den Besuchern. Das Rezept stamme aus dem 18. Jahrhundert, die Strauben seien schließlich als Glücks- und Hochzeitsgebäck bekannt geworden.

x