Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Sanierungsmanagerin Bianca Gaß hilft Bürgern bei Fragen rund um die Energiewende

Die neue Sanierungs- und Quartiersmanagerin in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, Bianca Gaß, mit Bürgermeister Ralf Hech
Die neue Sanierungs- und Quartiersmanagerin in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, Bianca Gaß, mit Bürgermeister Ralf Hechler (CDU).

Der Klimawandel, steigende Preise für Strom und Gas: An den Themen erneuerbare Energien, Sparen und Sanieren kommt keiner mehr vorbei. Doch wie soll man das anpacken? Bianca Gaß ist die neue Sanierungsmanagerin in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Wie sie den Bürgern – und der Verwaltung – bei der Umsetzung der Energiewende hilft.

Verbraucht mein Kühlschrank zu viel Strom? Anschluss ans Fernwärmenetz oder doch besser eine Wärmepumpe? Wie komme ich an Fördergelder für meine Solaranlage und wie kann ich steuerliche Vorteile nutzen? Die Fragen zum Thema Energiesparen und der Umstieg auf erneuerbare Energien sind vielfältig. Licht ins Dunkel bringen will Bianca Gaß, die seit Juli als Quartiers- und Sanierungsmanagerin in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach angestellt ist. Dazu bietet die Schornsteinfegerin, Energieberaterin und Hochbautechnikerin unter anderem kostenlose Beratungen für Bürger an. Eine weitere ihrer Aufgaben ist es, die Energie-Kampagne der Stadt Ramstein-Miesenbach mit voranzubringen.

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme

„Machen Sie erstmal eine Bestandsaufnahme bei sich zu Hause“, rät die 48-Jährige all denjenigen, die Strom sparen wollen oder eine Sanierungsmaßnahme zu Hause planen. Alte Elektrogeräte sollten zum Beispiel überprüft und eine Neuanschaffung überlegt werden. „Suchen Sie Strom-, Wasser- und Gasrechnungen heraus und überprüfen Sie Ihren Verbrauch“, so die Fachfrau. Sehr hilfreich sei es, diese Unterlagen sowie die Baupläne fürs Haus mit in die Beratung zu bringen. In einem zweiten Schritt werde geschaut, was möglich sei: Wo im Alltag noch Energie gespart werden könne oder eine neue Heizung sinnvoll sei, schildert Gaß den Ablauf der Beratung. Danach verweise sie die Bürger an die Experten der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), die verschiedene Förderprogramme zum Ausbau der erneuerbaren Energien anbieten.

Als eine gute Hilfe zum Erfassen der Energiedaten verweist Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) auch auf einen Fragebogen, der zum energetischen Quartierskonzept in der Kernstadt Ramstein entwickelt wurde. Dieser ist auf der Homepage der VG Ramstein-Miesenbach zu finden. „Mit der Erhebung dieser Daten soll der Ist-Zustand hinsichtlich privater Wohngebäude, Heizungsanlagen und Mobilität erfasst werden“, so Hechler. Ziel sei es, vorhandene Potenziale zu ermitteln, um daraus konkrete Maßnahmenvorschläge zu entwickeln. Die Fragebogen-Aktion gehört zur Energie-Kampagne, die von Gaß und der Verwaltung betreut und von der KfW finanziell gefördert wird. Dazu arbeitet die Stadt mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) vom Umwelt-Campus Birkenfeld ein Konzept aus, das zunächst auf die Kernstadt Ramstein zugeschnitten ist. Ausdrücklich weist der Stadtbürgermeister aber darauf hin, dass nicht nur deren Bewohner von den Ergebnissen profitieren sollen. „Das Konzept dient als Blaupause für alle anderen Stadtteile und die Gemeinden der Verbandsgemeinde. Auch die Beratungen stehen jedem Bürger offen.“

Öffentliche Gebäude auf dem Prüfstand

Auch alle öffentlichen Gebäude stehen laut Hechler zurzeit auf dem Prüfstand: „Heizungsanlagen, Dämmung, Verbrauch. Wir machen eine Bestandsaufnahme, was alles in den nächsten Jahren erneuert werden muss, um das auch entsprechend im Haushalt einplanen zu können. “ Eine „riesengroße“ Energiesparmöglichkeit bei öffentlichen Gebäuden sieht die Sanierungsmanagerin, deren Stelle zu 75 Prozent vom Bund gefördert wird, in einem Energiemanagement, bei dem Temperatur und Beleuchtung zentral geregelt würden und nicht mehr der Mitarbeiter vor Ort am Thermostat drehen könne.

Weitere Infoveranstaltung geplant

Zur Energie-Kampagne gehören auch eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen Fachleute die Bürger zu dem Themenkomplex informieren werden. „Die erste Veranstaltung im Juli im CCR mit fast 300 Leuten war sehr gut besucht“, freut sich Gaß über die große Nachfrage. Nach den Sommerferien soll eine weitere Infoveranstaltung zu „Elektroauto und nachhaltiger Mobilität“ folgen. Dabei wollen die Experten auch von den Bürgern wissen, ob sie mit dem ÖPNV-Angebot vor Ort zufrieden sind und was sie sich wünschen. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

Kontakt:

Die Sanierungs- und Quartiersmanagerin Bianca Gaß ist unter der Telefonnummer 06371 592448 und unter der E-Mail-Adresse bianca.gass@ramstein.de zu erreichen. Eine kostenlose Energieberatung bietet auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz an. Die Beratungsstelle Kaiserslautern ist unter Telefon 0631 92881 zu erreichen.

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