Kreis Kaiserslautern Rettungshelikopter: Probebetrieb noch nicht ausgeschrieben

«Sembach.» Wie es mit dem derzeit in Sembach stationierten Rettungshubschrauber weitergeht, ist noch offen. „Das Land hat noch bis 15. Januar Zeit für die Ausschreibung des Probebetriebs“, pocht Landrat Ralf Leßmeister (CDU) auf Einhaltung des „Fahrplans“, der vor Weihnachten mit Mainz vereinbart worden sei. „Wir erwarten bis kommenden Dienstag eine Rückmeldung in Sachen Ausschreibung“, betont er.
Schon jahrelange wurde für die Westpfalz ein Rettungshubschrauber gefordert, doch vom Land nicht genehmigt, weil Mainz die rettungsdienstliche Versorgung der Region für gedeckt hält (wir berichteten mehrfach). Als in interkommunaler Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel und Donnersbergkreis sowie der Stadt Kaiserslautern ein Helikopter der Johanniter für den Transport von Intensivpatienten zwischen den Standorten des Westpfalz-Klinikums installiert wurde und dieser im Notfall auch Rettungsflüge übernahm, gab es Ärger mit dem Land, das keinen Bedarf für die zusätzlichen Luftretter sieht. Im November wurde vereinbart, dass ein Rettungshubschrauber für den Bereich Westpfalz und das Saarland zunächst in einem mindestens halbjährigen Probebetrieb fliegen soll, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Dieser Probebetrieb müsse jedoch „aufgrund des Auftragswertes“ ausgeschrieben werden, so das Land. Der Kreis wartet nun darauf, wie es weitergeht. Für Leßmeister indes ist der Fall schon jetzt klar: „Der Bedarf im großen Vakuum Westpfalz ist absolut vorhanden. Im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern sollte ein Hubschrauber stationiert sein.“