Kreis Kaiserslautern Ratssitzung: Denkmalzone und Verkehrsberuhigung

Reichenbach-Steegen. Die Ortsgemeinde Reichenbach-Steegen stellt einen Bebauungsplan für die Ortsmitte in Reichenbach auf. Der am Dienstagabend im Gemeinderat vorgestellte Entwurf sieht vor, eine Denkmalzone einzurichten. Dies erntete Zustimmung im Rat. Auch über Ideen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt wurde diskutiert.
Der Bebauungsplan „Ortsmitte Reichenbach“ wird Grundlage der künftigen Dorfentwicklung sein. Er wurde 2013 auf den Weg gebracht. Seither laufen Abstimmungsgespräche in den Ausschüssen. Der Geltungsbereich hat sich gegenüber dem ursprünglichen Planwerk reduziert; gleichzeitig wurden ein Uferrandstreifen und eine Teilstrecke der Ringstraße als verkehrsberuhigter Bereich aufgenommen. Der bisher vorliegende Plan sieht vor, keine Tankstellen im Ort zuzulassen. Alois Preis (CDU) regte allerdings an, Elektrotankstellen zuzulassen. Einig waren sich die Ratsmitglieder darüber, eine Denkmalzone einzurichten. Deren Vorschriften – etwa das Verbot von glasierten Ziegeln – werden beim Abriss oder Umbau von Gebäuden greifen. Schon jetzt festgeschrieben ist, dass nur geneigte Dächer zulässig sind, aber Dachgauben gebaut werden dürfen. Die Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ will, dass die Ortsdurchfahrt verkehrsberuhigt wird. Die Gemeinde soll einen entsprechenden Antrag stellen. Hintergrund ist, dass bei Langzeit-Messungen am Ortseingang aus Richtung Mackenbach 96 Prozent der Fahrer schneller als das erlaubte Tempo 30 fuhren. Vorgeschlagen wurde die Anschaffung einer Geschwindigkeitsmesstafel. Die Verbandsgemeindeverwaltung Weilerbach hat eine Verkehrszählung sowie eine Lärm-, Staub- und Schadstoffmessung durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) angeregt. Deren Kosten will der Gemeinderat noch prüfen. Anlässlich des Kulturwochenendes erhielt die Gemeinde 2250 Euro an Spenden. Der Ortsgemeinderat stimmte ihrer Annahme einstimmig zu. |llw