Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Ramsteiner Herbst: Neues Programm im Congress Center

Bei der Sommer Lounge konnten bis zu 200 Zuhörer Platz nehmen.
Bei der Sommer Lounge konnten bis zu 200 Zuhörer Platz nehmen.

Bei der Sommer Lounge hat’s bestens funktioniert und nun verlegt das Team des Congress Centers Ramstein (CCR) das coronataugliche Konzept vom Freien ins Haus. Dafür hat es ein Programm, den Ramsteiner Herbst, aufgelegt, das mit knapp 20 Veranstaltungen bis Ende November aufwartet. Ab Montag startet der Vorverkauf, der dann auch wieder online möglich ist.

Was draußen unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen gelungen ist, wird nun fortgesetzt. Das heißt, dass sich die Bistrotische und Stühle über den ganzen Saal verteilen und für jede Veranstaltung ein neuer Plan erstellt wird. Konnten draußen bis maximal 200 Besucher Platz nehmen, liegt drinnen die Anzahl bei bis zu 250, informiert Geschäftsführer Andreas Guhmann. Auch werde es eine Theaterreihenbestuhlung sein. Bedienungen werden vor dem Auftritt und in der Pause die Bewirtung übernehmen, wobei im Eintrittspreis ein Freigetränk enthalten ist. Für die Belüftung sorgen die Klimaanlage und geöffnete Türen ins Foyer. Ein Garderobenservice ist aktuell noch untersagt.

Kultur auch in schwieriger Situation anbieten

„Wir wollten weiterhin Kultur anbieten, auch in dieser schwierigen Situation“, erläutert Guhmann. In mehreren Sitzungen seit März sei überlegt worden, wie mit der Corona-Situation umgegangen werden und wie Künstlern und Veranstaltungstechnikern eine Möglichkeit für Auftritte und damit eine Einnahmequelle geboten werden könne. Auch bei der Sommer Lounge habe das Haus eine Gage gezahlt.

Mehr als 60 Veranstaltungen waren in dieser Spielzeit geplant. Jede einzelne wurde auf den Prüfstand gestellt. „Was ist durchführbar?“, „Was ist abgesagt worden?“, „Was kann verlegt werden?“ und „Was macht wirtschaftlich Sinn?“ seien Fragen gewesen, die mit Künstlern und Agenturen auch im Hinblick auf unterschiedliche Auflagen in den einzelnen Bundesländern geklärt werden mussten, macht der Geschäftsführer den enormen Aufwand dahinter deutlich.

Abwechslungsreiches Programm

Trotz all der Schwierigkeiten liegt nun ein abwechslungsreiches Programm vor, das vorwiegend regionale Künstler auf die Bühne bittet. Los geht es am Freitag, 9. Oktober, 20 Uhr. Vertreten sind Rock, Pop, Party, Folk, Blues, Jazz, Soul, böhmische Blasmusik genauso wie Coverbands von Größen wie Udo Lindenberg und Metallica. Gleichzeitig soll auch Nachwuchsbands wie The Basement ein Forum gegeben werden, und weil Fused – Die Rockfeinschmecker bei der Sommer Lounge mehr als gut angekommen sind, werden sie im November gleich an zwei Abenden das Haus zum Beben bringen. Kabarett und Comedy sind mit Lisa Fitz, Dave Davis und dem Damentrio Sekt and the City vertreten. Für Klassikfans stehen sechs Konzerte im Kalender, für die auch ein Abo angeboten wird.

„Haben den Leuten die Angst genommen“

Nachdem der Kartenverkauf bei der Sommer Lounge anfänglich zögerlich anlief, habe sich dies schnell geändert, erzählt Guhmann. „Wir haben den Leuten die Angst genommen“, zeigt er sich optimistisch, dass es nun auch im Haus nicht anders sein wird. Es seien auch schon Tickets für Veranstaltungen im kommenden Jahr gekauft worden.

Auch Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) ist zuversichtlich. „Ich glaube, dass die Leute jetzt wieder Lust auf einen schönen Abend haben und Veranstaltungen in dieser Größenordnung voll sind“, sagt er. „Wir wollen mit einer guten Präsentation zeigen, dass die Angst vor Ansteckung unbegründet ist.“ Da sich die Corona-Auflagen entsprechend der aktuellen Entwicklung verändern, könne es sein, dass immer mal wieder nachgefeilt werden müsse, heben Guhmann und seine Stellvertreterin Burgel Stein hervor. Im Dezember würde normalerweise das Weihnachts- und Kinderprogramm laufen. „Wir müssen abwarten und schauen, was geht und was nicht.“

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