Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Ramstein-Miesenbach: Vorweihnachtliches Flair bei der Kreativausstellung im Congress Center

Kunsthandwerk verschiedenster Art gab es beim Kreativmarkt in Ramstein. Viele Gäste machten sich bereits auf die Suche nach Weih
Kunsthandwerk verschiedenster Art gab es beim Kreativmarkt in Ramstein. Viele Gäste machten sich bereits auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken. Foto: VIEW

Eine Fülle von handgefertigten Arbeiten wurde am Wochenende im Congress Center Ramstein (CCR) gezeigt. Rund 65 Hobbykünstler und Kunsthandwerker aus dem nahen und ferneren Umkreis präsentierten ihre Werkstücke den zahlreichen Besuchern. Über allem lag vorweihnachtlicher Glanz.

Rund um den Treppenaufgang sind die ersten Tische aufgebaut. Ein Schild mit der Aufschrift „Weitere Aussteller“ verweist auf das Untergeschoss und im oberen Foyer sowie in den Sälen werden Besucher von kunstvollen Holzarbeiten, Gemälden, gestrickten Wollmützen und von Lebkuchenmännchen aus Ton als Christbaumschmuck empfangen. Aber auch täuschend echt aussehende Plätzchen und Marmeladentöpfchen aus dem natürlichen Werkstoff sind detailverliebt gestaltet.

„Die Leute sind schon auf Weihnachten eingestimmt“

Diese getöpferten Arbeiten kommen aus der Werkstatt von Monique Ossig-Vergauwe. Die Hobbykünstlerin aus Kaiserslautern kommt schon seit einigen Jahren ins CCR. „Es ist schön hier, es hat Ambiente, und die Leute sind offen. Da entwickeln sich schöne Gespräche, und es entstehen Anregungen für Neues“, kommentiert sie das Ramsteiner Flair. Mit dem Samstag ist sie zufrieden. „Bei mir war immer etwas los.“ Vor allem die Lebkuchenmännchen und Pilze oder auch die dekorativen Knöpfe aus Ton waren beim Publikum beliebt. Für die Ausstellerin steht fest: „Die Leute sind schon auf Weihnachten eingestellt.“

Besucher flanieren von Tisch zu Tisch, um die ausgestellten Werkstücke in Augenschein zu nehmen. Hier sind es Hüte in allen Varianten, dort handgemachte Seife, Bade- und Körperpflegeprodukte. Ein feiner Duft umgibt den Stand von Sabine Dauth aus Mehlingen. An den Töpfchen, Pöttchen, Döschen und Seifenstücken aus ihrer „Rosalie“s Seifenmanufaktur“ wird geschnuppert, und sie erläutert die Zusammensetzung ihrer Produkte.

Wenig weiter suchen Hildegard und Arnis Ops am Stand von Familie Hess einen ganz bestimmten beleuchteten Christbaum aus Draht fürs Freie, der ihnen schon bei der Ankunft besonders gut gefallen hat. Genau dieser ist nicht mehr unter den Ausstellungsstücken, nur ein kleineres Modell. „Ist der auch für draußen?“, will Hildegard Ops nun wissen. Nadine Hess verneint, weiß aber, dass aus der Werkstatt ihrer Eltern in Schönenberg-Kübelberg bald weitere Werkstücke kommen. Fündig sind Ops bei ihrem Rundgang dennoch geworden. Ein Traubenkernkissen, eine Packung Nudeln mit Kochlöffel und Handtuch sowie kleine Wichtel aus Stoff stecken in ihren Taschen. „Seit fünf, sechs Jahren ist die Ausstellung ein fester Termin in unserem Kalender, weil wir schöne, selbst gemachte Sachen finden“, erzählt das Paar aus Kaiserslautern.

Die Beschicker sind mit der Kundenresonanz zufrieden

Kurz vor Ende des ersten Tages sehen Viktoria Binding und Tamara Kippel zufrieden aus. Für die beiden Frauen aus Steinwenden und Glan-Münchweiler ist diese Ausstellung eine Premiere. Haben sie sonst immer ihre aufwendig und opulent geschmückten Adventskränze und Gestecke im Familien- und Bekanntenkreis gezeigt, sind sie damit nun in der Öffentlichkeit. Ihre Arbeiten scheinen zu gefallen, denn die Lücken werden mit neuen Werkstücken gefüllt. „Es ist spannend“, erzählen sie. „Wir haben nur positives Feedback bekommen.“

„Alles weg“, sagt Jutta Spies-Böckly vom ehrenamtlichen Besuchsdienst des Landkreises Kaiserslautern, die während des Nachmittages Zimtwaffeln gebacken hat. Der Erlös kommt genauso wie der aus der Tombola dem Förderverein Hospiz der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zugute. Auch die Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf, hinter dem die Veranstalter Marita Altherr aus Ramstein und Roswitha Hanus aus Steinwenden seit mindestens 15 Jahren stehen, fließen in diesen Topf. Bei der Auswahl der Beschicker ist ihnen die Qualität und der Preis der Arbeiten wichtig. „Es soll Kunsthandwerk, aber bezahlbar sein“, erzählt Altherr. Aus ihrer Sicht war der erste Tag ein Erfolg: „Das Haus war voll.“

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