Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Ramstein-Miesenbach: Stadt investiert 2020 in Projekte für Jung und Alt

Beliebtes Ausflugsziel: Der Seewoog und alles, was sich rund um den Weiher derzeit tut, interessiert viele Bürger. Wenn alles pl
Beliebtes Ausflugsziel: Der Seewoog und alles, was sich rund um den Weiher derzeit tut, interessiert viele Bürger. Wenn alles planmäßig verläuft, wird die Umgestaltung des Areals im Sommer abgeschlossen sein. Archivfoto: VIEW

Viel gebaut und viel gefeiert wird 2020 in der Stadt Ramstein-Miesenbach. Manche Projekte, wie die Kindertagesstätte Miesenbach, werden begonnen, andere, wie der Umbau des Congress Center Ramstein (CCR) beendet. Freuen können sich alle Bürger auf das vierte Maiwochenende.

Dass in der Stadt Ramstein-Miesenbach etwas für alle Altersgruppen getan wird, zeigt sich für Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) symbolisch an zwei Bauprojekten: In Miesenbach wird in diesem Jahr einerseits eine neue Kindertagesstätte (Kita) entstehen, andererseits auf dem ehemaligen Gelände der Druckerei Paqué in Ramstein ein Seniorenheim. Während bei letzterem noch nicht ganz klar ist, wann es genau losgeht, ist der Spatenstich für die Kita im Frühjahr geplant. Das Provisorium in unmittelbarer Nähe zum späteren Standort – in der Verlängerung des Seewoog-Areals – sei wohl schon Ende Februar bezugsfertig, meint Hechler.

Großes Bürgerengagement am Seewoog

Der Bürger liebstes Projekt sei nach wie vor die Umgestaltung des Naherholungsgebietes am Seewoog. Dort soll es so schnell wie möglich mit dem Bau des Kioskes weitergehen. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass die Wege auf das Gelände ein Gefälle von sechs Prozent nicht überschreiten, damit auch Personen in Rollstühlen oder mit Rollatoren ohne Hilfe darauf unterwegs sein können. Anschließend werden die beiden Spielplätze, einer für jüngere und einer für ältere Kinder, in Angriff genommen.

Selbst Hand anlegen werden die Ramstein-Miesenbacher bei der Neuanlage der Grillplätze. „Da stellen wir nur das Material“, erläutert Hechler, dass dieser Teil als bürgerschaftliches Projekt gedacht ist. Freiwillige gebe es genug, verweist er auf reges Interesse der Einwohner, sich zu beteiligen. Auch die Schüler des Reichswald-Gymnasiums leisten ihren Teil, indem sie gemeinsam mit der Stadt den Naturlehrpfad gestalten. „Die ersten Tafeln sind schon fertig“, informiert der Bürgermeister. Er rechnet damit, dass zum Seewoogfest im Juni (19. bis 21.) bereits fast alles fertig sein wird.

Umbau des CCR im Zeitplan

Bereits vor Ostern, so schätzt Hechler, kann der neue Haupteingang des CCR seine Pforten öffnen. Der Umbau des Untergeschosses des Veranstaltungshauses verlaufe planmäßig. „Wir sind in der Zeit.“ Schon in Betrieb ist die Lounge. Der ehemalige Jugend- und Seniorenraum kann ab sofort sowohl von Familien zum Feiern als auch von der Stadt als Kleinkunstbühne genutzt werden. Auch die Postfiliale hat ihre neuen Räume schon bezogen. Umziehen werden noch die Touristinformation, die derzeit im Museum im Westrich untergebracht ist, und die hauseigene Geschäftsstelle mit angegliedertem Servicebereich.

Pendler sollen aufs Rad umsteigen

Gespannt ist Hechler darauf, wie gut der E-Bike-Verleih angenommen wird. Ladestationen und Fahrradparkplätze befinden sich künftig direkt neben dem CCR. Die Idee ist folgende: Pendler, die mit dem Zug oder dem Bus am Ende Mai hoffentlich ebenfalls fertiggestellten Zentralen Busbahnhof ankommen, können sich ein Rad leihen und damit zu ihrem Arbeitsplatz im Stadtgebiet fahren. „Es muss sich zeigen, ob das bei uns funktioniert“, sagt der CDU-Politiker.

Überzeugt ist er hingegen davon, dass die Stadtplaner in Sachen Spielplätze den Geschmack der Nutzer treffen werden. Sowohl für den neu zu errichtenden Platz am Großacker/Heiligenwoog als auch für den zu ertüchtigenden an der evangelischen Kirche werden Wünsche berücksichtigt. Schmunzelnd zeigt der Stadtchef Mappen mit Kinderzeichnungen beziehungsweise Collagen, auf denen klar zu erkennen ist, was die „User“ gerne hätten: Rutsche, Schaukeln und ein Klettergerüst. Diese drei „Kernobjekte“ dürften auf keinen Fall fehlen, hat Hechler herausgelesen, hinzu kommen noch Sand, etwas mit Wasser, Trampolin und Röllchenbahn sowie behindertengerechte Spielgeräte.

Der Ausbau von Straßen geht weiter

Weiter geht die Sanierung von Straßen im Stadtgebiet. Während mit dem ersten Bauabschnitt des Vollausbaus der Rathenaustraße in Miesenbach im März begonnen werden soll, neigen sich die Arbeiten Am Heiligenwoog dem Ende entgegen. Der dritte Bauabschnitt endet voraussichtlich im Sommer. Die Sanierung der Lilien- und Nelkenstraße geht ebenfalls weiter, hier soll wiederum im März Baubeginn sein. „Ich werde überall im Vorfeld noch zu Bürgerversammlungen einladen“, verspricht Hechler, dass alle Betroffenen gut informiert würden.

In diesen Straßen, die ohnehin aufgerissen werden, verlegen die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach die Glasfaserkabel für den Breitbandausbau gleich mit. Überall dort, wo sich dieses nicht anbietet, die Infrastruktur aber noch fehlt, müsse dann ebenfalls im Laufe des Jahres „gebuddelt“ werden.

Im Mai Europafest mit den drei Partnerstädten

Schon jetzt eintragen können sich alle Bürger den Termin des Europafestes: Von Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. Mai, erwarten die Ramstein-Miesenbacher ihre Freunde aus den mittlerweile drei Partnerstädten Balatonlelle (Ungarn), Maxéville (Frankreich) und Rota (Spanien). Anlass ist das 20-jährige Bestehen der pfälzisch-ungarischen Partnerschaft, gleichzeitig ist die Reise in die Westpfalz für die Menschen aus Andalusien eine Premiere.

Das Kolumbarium kommt

Der Bauantrag für die Kolumbarium genannte Urnenkirche, die von einem privaten Investor, einem Bürger aus Ramstein-Miesenbach, geplant wurde, ist gestellt, die Arbeiten sind mit den Handwerkern besprochen. Jetzt fehlt nur noch die Baugenehmigung, Bürgermeister Ralf Hechler mit. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Bagger noch in diesem Jahr auf dem Schulhügel rollen werden. Denn das Kolumbarium soll dort an der Stelle errichtet werden, an der schon in früheren Zeiten eine Kirche stand.

Mit dem Bauvorhaben verbunden sei die Gründung der Stiftung Kolumbarium Urnenkirche, erläutert der CDU-Politiker. Alle Bürger, die in dem Gebäude bestattet werden möchten, zahlten einen Betrag an diese Stiftung, der die Gebühren für die Nutzung und Pflege der Urnenstelle etwas überschreite. Die so erzielten Überschüsse sollen dann an die Bürgerstiftung „Bündnis für Familien“ der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach fließen. Damit komme das Geld allen Bürgern in der Verbandsgemeinde zugute. Vor allem das Mehrgenerationenhaus wird finanziell vom Bündnis unterstützt.

Von Seiten der Stadt müsse, sobald absehbar sei, wann die Urnenkirche stehe, noch bei der Kreisverwaltung beantragt werden, dass dort wieder Menschen bestattet werden dürfen. Als die Kirche noch stand, befand sich schon einmal ein Friedhof auf dem Schulhügel.

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