Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Ramstein-Miesenbach/Landstuhl: Am Sonntag findet der 40. Hungermarsch statt

Damals schon gemeinsam unterwegs: der Hungermarsch 1981 mit Pater Heinrich Bollen.
Damals schon gemeinsam unterwegs: der Hungermarsch 1981 mit Pater Heinrich Bollen. Foto: FREI

Seit 40 Jahren sind katholische und evangelische Christen im Einzugsgebiet der Städte Ramstein-Miesenbach und Landstuhl einmal im Jahr beim Hungermarsch gemeinsam unterwegs, um Spenden für Menschen in Armut und Not zu sammeln. Auch am kommenden Sonntag, 29. September, wieder.

Los geht es um 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Familiengottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Landstuhl. Anschließend machen sich die Teilnehmer über das Bruch auf den Weg nach Ramstein. Dort ist im Mehrgenerationenhaus Rast mit einem einfachen Mittagessen angesagt. Der Rückweg führt dann wieder nach Landstuhl, zunächst zur „Schweigezone“ in der Alten Kapelle, Ecke Ludwig- und Luitpoldstraße. Hier haben die Teilnehmer die Möglichkeit, bei meditativer Musik und dem Betrachten der alten Fresken zur Ruhe zu kommen. Anschließend sind alle bei den Dominikanerinnen in der Luitpoldstraße 28, oberhalb der Heilig-Geist-Kirche, willkommen. Dort ist ab 15 Uhr Abschluss mit Kaffee und Kuchen sowie einem Rückblick mit Texten, Plakaten und Bildern auf die vergangenen vier Jahrzehnte.

Projekte in Bolivien, Ghana und Nigeria werden unterstützt

Mit dem Hungermarsch werden konkrete Projekte in Bolivien, Ghana, Nigeria und auf der Insel Flores in Indonesien unterstützt. So möchte Jorge Aquino mit seinen Mitstreitern vom Kulturzentrum Ayopayamanta in Independencia in Bolivien in diesem Jahr vor allem Kinder und Jugendliche fördern und unterstützen, damit sie nicht in die Städte abwandern. Dazu werden Handwerkskurse und Kurse über die Anwendung und Nutzung der Solarenergie angeboten, aber auch Musikinstrumente und Schulmaterialien bereitgestellt. In Ghana möchte das Team vom Krankenhaus in Akwatia die sehr erfolgreiche Hühnerfarm erweitern. Mit dem täglichen Verkauf der Eier finanziert das Krankenhaus unter anderem die Behandlung von Patienten, die sich diese nicht leisten können. Die Mitarbeiter von Pater Heinrich Bollen auf Flores möchten begabten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus armen Familien eine qualifizierte Ausbildung ermöglichen, und in Awaka in Nigeria fließen die Spenden in den Innenausbau und die Einrichtung des neuen Kindergartens.

Kilometergeld an Spenden werden vereinbart

Von den Hungermarsch-Teilnehmern wird eine bestimmte Wegstrecke zurückgelegt und im Vorfeld ein „Kilometergeld“ an Spenden vereinbart. Mit der abgestempelten Teilnehmerkarte als Nachweis für die zurückgelegte Strecke wird das Geld von den Spendern eingesammelt und auf das Spendenkonto überwiesen, die Gelder gehen eins zu eins an die Hilfsprojekte weiter.

Die Strecke ist rund zwölf Kilometer lang. Fußkranke, erschöpfte Teilnehmer oder Personen, die nur eine Teilstrecke mitgehen möchten, können mit einem Kleinbus zurückfahren. Infos zu den geförderten Projekten sowie Teilnehmerkarten liegen unter anderem in den Kirchengemeinden der Region aus.

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