Kreis Kaiserslautern
Ramstein-Miesenbach: Krammarkt lockt mit vielfältigem Angebot
Rund um das alte Schulhaus fand am Mittwoch wieder der Krammarkt in Miesenbach statt. „Der bunte Warenmarkt greift die Tradition des früheren Miesenbacher Viehmarktes auf“, erinnert Ralf Bierwagen, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Ramstein-Landstuhl.
Die Marktstände öffnen bereits morgens ab 8 Uhr und laden den ganzen Tag zum Einkauf ein. „Ich habe gedacht, dass heute niemand kommen wird“, sagt Agnes Busch aus Miesenbach. Heftiger Regen und starker Wind fegten am Vormittag über den Ortsteil hinweg. Doch wenig später braucht sich die ehemalige Blumenhändlerin keine Sorgen mehr zu machen. Ihre selbst gemachten Weihnachtsdekorationsartikel stoßen bei den Besuchern auf Interesse.
Zaghafte Sonnenstrahlen locken zahlreiche Gäste herbei. Auf dem Markt reicht das Angebot von Gewürzen und Weihnachtsgebäck über Glückwunschkarten und Handarbeiten bis zu Haushaltswaren und Adventsschmuck. Die Firma Röhricht aus Ramstein bietet Postkarten, Bücher und Kalender an. Diese sind versehen mit Motiven aus der Region und der über 750-jährigen Historie von Miesenbach. Dekorative Kränze, Strickwaren, Schals und Mützen für die kalte Jahreszeit gibt es gleich an mehreren Ständen.
Helga Jung aus Gimsbach bietet hausgemachtes Weihnachtsgebäck und Marmeladen an. Mit dabei ist in diesem Jahr auch wieder der Stand des Miesenbacher Imkers Norbert Jung. Holländischer Bauerngouda aus eigener Produktion haben Ahmetovic Harris und Sascha Folz von der Zweibrücker Feinkost-Firma Böhm-Spiegel mitgebracht. Mini-Käselaibe in verschiedenen Geschmacksrichtungen lassen das Herz der Feinschmecker höher schlagen. Auch die türkischen Süßwaren sind eine Sünde wert.
Horst und Gisela Kopp aus Spesbach sind derweil auf dem Weg zur Reservistenkameradschaft. „Wir wollen deftige Knödel und Erbsensuppe essen.“ Seit mehr als 20 Jahren unterstützen die Bundeswehrsoldaten die Veranstaltung, in dem sie sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmern. Die Erzieherinnen Michaela Bosle und Nina Lind sind mit zwölf Kindern der benachbarten Kindertagesstätte Kinderplanet zum Spekulatiusessen herübergekommen. Ganz brav und mit großen Augen sitzen die Ein- bis Vierjährigen auf den Bänken der Bierzeltgarnituren im beheizten Zelt und lassen sich die Kekse schmecken.
„Es waren schon bedeutend mehr Aussteller hier“, berichtet Ralf Bierwagen. „Viele haben wohl wegen des morgendlichen Regens entschieden, heute gar nicht erst zu kommen“, vermutet er.