Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Ramstein-Miesenbach: Ehrenamtler stehen bei Neujahrsempfang im Vordergrund

Kündigte beim Neujahrsempfang für das kommende Jahr viele Projekte für Ramstein-Miesenbach an: Bürgermeister Ralf Hechler (CDU)
Kündigte beim Neujahrsempfang für das kommende Jahr viele Projekte für Ramstein-Miesenbach an: Bürgermeister Ralf Hechler (CDU)

Voller Saal und gute Stimmung: Beim Neujahrsempfang der Stadt Ramstein-Miesenbach am Samstag hat Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) weit über 400 Gäste im Congress Center begrüßt. Im Vordergrund stand das Ehrenamt. Die Schlüsselgewalt der Stadt ging auf die Karnevalsvereine über.

„Prost Neijohr: E Bretzel wie e Scheierdoor, e Kuche wie e Ofeplatt – do werre all mitnenner satt.“ Mit diesen Worten begrüßte Hechler die Gäste. Seine Übersetzung für das Pälzische Sprichwort lautete: „Wenn ausreichend vorgesorgt ist, haben wir alle etwas davon.“

Mehr Arbeitsplätze als vor vier Jahren

In seinem Jahresrückblick erinnere er an ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreichen Jahr, sagte Hechler, der ein paar Eckdaten lieferte: Die Stadt habe im dritten Jahr in Folge Einwohner hinzugewonnen, mittlerweile liege die Einwohnerzahl bei 8100. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sei in den vergangenen vier Jahren von 4600 auf 5300 gestiegen. 3,9 Millionen Euro betrage die Gewerbesteuer pro Jahr. Allerdings müsse man auch von jeden 100 Euro Einnahmen 41 Euro an die Verbandsgemeinde und 42 Euro an den Kreis abgeben.

Im Jahr 2020 soll der Omnibusbahnhof und der Umbau im und um das Congress Center fertiggestellt werden. Für den viergruppigen neuen Kindergarten in Miesenbach sei am letzten Tag des Jahres der Bewilligungsbescheid gekommen, sodass es jetzt losgehen könne. Eine neue Seniorenresidenz mit 95 zusätzlichen Pflegeplätze eines privaten Investors entsteht auf dem ehemaligen Gelände von Paque Druck & Verlag. Hechler: „Am Seewoog gehen die Arbeiten weiter. Spielplätze, barrierefreie Wege und Ruhezonen sowie der neue Kiosk werden in Angriff genommen.“

Ein großes Europafest soll 2020 gefeiert werden. Ramstein-Miesenbach sei ein internationaler Standort mit über 90 Nationen und 26 Natoparnern, hierbei nannte Hechler auch die US-Streitkräfte und die Nato.

Fastnachter erhalten Stadtschlüssel

Beim Ramsteiner Neujahrsempfang dürfen auch die Fastnachter nicht fehlen. Dem Prinzenpaar Nadine II und Markus I vom Karnevalsverein Bruchkatze sowie der Prinzessin Jana I. vom Unterhaltungsverein Miesenbacher Vielläppcher wurde der Stadtschlüssel vom Bürgermeister überreicht. Die Fasnachter gaben im Anschluss ihre Proklamation ab und erläuterten, was der Stadtrat, Bürgermeister und die drei Beigeordneten an Leistungen zu erbringen haben. Von den Bruchkatzen wurden Hans Schekel, Franz Trinkaus und Mendy Pfaff mit dem Senatsordnen „Alles für die Katz“ ausgezeichnet.

Zum Gelingen des Nachmittags trugen musikalisch Tobias und Jonas Layes bei. Die Tanzgruppe der Tanz AG der Reichswaldschule wusste mit ihrer Vorführung ebenfalls das Publikum zu unterhalten. Der Schornsteinfeger Sören Gibs aus Kottweiler-Schwanden wünschte den Gästen ein gutes neues Jahr.

Ehrungen

Ein besonderes Lob kam den Ehrenamtlichen zu teil. Ohne sie sei eine funktionierende Gesellschaft kaum möglich, so Bürgermeister Ralf Hechler. Deshalb wurden auch langjährige aktive Vereinsmitglieder geehrt: Horst Kopp, Unterhaltungsverein Miesenbach; Erich Wolf, Bruchkatze Ramstein; Martin Fischer, Förderverein Feuerwehr; Ludwig Lukas, Turnverein Ramstein; Sandra Schröder, DRK-Ortsverein; Doris Schneider, Katholische Frauengemeinschaft; Rudi Simonis, DLRG Ramstein-Miesenbach; Horst Cherdron, Akkordeonclub; Anni O’Loughlin-Long, Katholische Kirchengemeinde; Gerhard Schirra, Sportverein Miesenbach; Marcus Schmitt, Olympia Ramstein; Bernd Lang, Schachclub; Wolfgang Agne, Chorgemeinschaft Miesenbach; Willi Budell, Männerchor Ramstein-Miesenbach; Wolfgang Faul, Reservistenkameradschaft Ramstein-Landstuhl, und Kerstin Schulz, Miesenbacher Ereignis- und Traditionsverein. Eine besondere Ehrung konnte Kartrennfahrer Max Reis entgegen nehmen. Mit seinem Deutschen Meister und der Teilnahme bei der Weltmeisterschaft sei er ein Botschafter des Sports, so Hechler. Ihm wurde von der Stadt 1000 Euro und von den Stadtwerken 2000 Euro überreicht.

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