Kreis Kaiserslautern Ramstein-Miesenbach: „Die Bühne“ gewinnt Kabel-Eins-Restaurantwettstreit „Mein Lokal, Dein Lokal“

Normalerweise gibt es nur beim Fußballweltmeisterschaften Public Viewing: Doch am Donnerstagabend hat die Ausstrahlung der Ramst
Normalerweise gibt es nur beim Fußballweltmeisterschaften Public Viewing: Doch am Donnerstagabend hat die Ausstrahlung der Ramsteiner Folge von »Mein Lokal, Dein Lokal« viele Besucher ins Haus des Bürgers gelockt.

Seit Freitagabend steht fest: „Die Bühne“ in Ramstein hat sich beim Restaurantwettstreit „Mein Lokal, Dein Lokal“ gegen vier Gaststätten aus der Region durchgesetzt. Groß ist die Freude bei Martin Umla und seinem Gastronomieteam. Seine Fans hatten schon am Donnerstagabend die Daumen gedrückt, als Kabel Eins die Folge über das Restaurant des Congress Centers Ramstein (CCR) im Fernsehen ausstrahlte. Die RHEINPFALZ war beim Public Viewing im CCR dabei.

Kurz vor Beginn der Sendung haben sich etwa 80 Zuschauer im großen Saal des Hauses eingefunden und es treffen immer noch weitere ein. Umla sitzt mit seinem Team mitten vor der großen Leinwand. Für den Koch und gastronomischen Leiter war der August schon aufregend genug: Damals rückte die Produktionsfirma an, um für Kabel Eins die TV-Folge über „Die Bühne“ zu drehen und guckte dabei genau in die Kochtöpfe (die RHEINPFALZ berichtete). Nun schlägt die große Stunde. „Ein bisschen nervös bin ich schon, nervöser als beim Dreh“, gesteht Umla ein. „Man weiß ja nicht, was kommt“, spielt er auf das Ergebnis an, das aus mehreren Stunden Drehzeit zusammengeschnitten und von Sternekoch Mike Süsser kommentiert wird.

Spannungsgeladenes Public Viewing 

Während der Vorspann läuft, sind alle Augen auf die Leinwand gerichtet – und es wird erstmals applaudiert. Im Film stellt Umla gerade das Kultur- und Veranstaltungszentrum mit seinem Event-Konzept den anderen vier Restaurantinhabern und Mike Süsser vor. Dann bereitet er in der Küche vor den Augen des Sternekochs Rinderfilet nach Art des Hauses zu, nach der Methode „sous vide“. Der Sternekoch verkostet und ist zufrieden mit dem am Ende scharf angebratenen Stück Fleisch. „Für mich hat’s gepasst“, so sein Kommentar, der vom Publikum im Saal mit Applaus quittiert wird. Im Verlauf der Folge dürfen auch die anderen Gastrochefs die Zubereitung des Drei-Gänge-Menüs verfolgen und sogar selbst Hand anlegen, etwa beim kunstvollen Wenden eines Crêpes oder beim Beizen von Lachs. Die erste Werbeunterbrechung nutzt Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU), um zu verkünden, dass sich jeder Gast ein Freigetränk an der Theke holen kann – eine Offerte, die bereitwillig angenommen wird.

„Die ,Bühne’ präsentiert sich sehr gut“

Zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung sitzen unter den Zuschauern. Seit Montag verfolgen sie jede Folge. Denn neben den Ramsteinern waren aus dem Kreis Kaiserslautern auch das „Blaue Haus“ in Otterberg und die „Alte Backsteinfabrik“ in Rodenbach im Rennen. „Die ,Bühne’ präsentiert sich sehr gut“, finden die beiden Frauen und drücken der CCR-Gastronomie die Daumen. „Von dem, was in der Sendung gezeigt wurde, hoffen wir auf Sieg“, sind sie zuversichtlich, dass ihr Favorit letztlich vorne liegen wird. Auf dem Bildschirm ordern die vier kritischen Restaurantgäste – allesamt Inhaber der Betriebe, die im Wettstreit stehen – gerade verschiedene Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts. Ihr Urteil fällt von überwiegend positiv bis geradezu euphorisch aus. Das sous-vide-gegarte Filetsteak etwa findet eine der Wirtinnen „einfach unbeschreiblich“, den Nachtisch loben die Testesser als „Dessert der gehobenen Klasse“ und Sternekoch Süsser hält Martin Umla für einen „tollen Gastgeber“. Dieser atmet auf und kommentiert nach Ende der Ausstrahlung: „Es hat wirklich Spaß gemacht. Aber ich habe auch ein tolles Team hinter mir.“ Andreas Guhmann und Burgel Stein von der CCR-Geschäftsführung pflichten Umla bei und klopfen ihm auf die Schulter. „Wirklich toll gemacht!“, lautet ihr Urteil.

Unterstützung vom Bruder

Umlas Bruder Wolfgang ist ebenfalls unter den Zuschauern. Er hält sein Smartphone in der Hand und lacht. „Die ersten Bekannten schicken mir schon Reservierungen.“ Seine gesamte Facebook-Community – und das sind sage und schreibe 4.000 Kontakte – habe er auf diesen TV-Beitrag hingewiesen, berichtet er über die Reklame, die er für die „Bühne“ und seinen Bruder gemacht hat. Kaum ist der sprichwörtliche Vorhang gefallen, erweist sich „Die Bühne“, die zuvor geschlossen war, weil das komplette Küchenteam die Sendung verfolgte, als Magnet: Zahlreiche Zuschauer wollen nun selbst die Kreationen kosten. Unter den Gästen ist auch Sabine Emanuel vom Restaurant „Zum Wasserhaus“ aus Rodalben, die ebenfalls an dem Kochwettstreit teilgenommen hatte. Die Gastronomin, die von Umlas Rinderlende so überaus begeistert war, hat ihr Versprechen vom August wahr gemacht und ist samt Familie zur Ausstrahlung der Sendung nach Ramstein gekommen. „Wenn es das Rinderfilet heute gibt, dann werde ich es wieder bestellen“, meint sie lachend.

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