Queidersbach RHEINPFALZ Plus Artikel Radelspaß im Sickinger Land hat etliche Konkurrenz

Der Radelspaß Sickinger Land hielt eine gemütliche Tour für Familien und Radfahrer jeden Alters bereit. In der Queidersbacher Or
Der Radelspaß Sickinger Land hielt eine gemütliche Tour für Familien und Radfahrer jeden Alters bereit. In der Queidersbacher Ortsmitte gab es auch die Möglichkeit zur Stärkung.

Obwohl der Himmel beim Radelspaß im Sickinger Land am Sonntag recht verhangen war, genossen die Radfahrerinnen und Radfahrer das Radeln ohne störende Autos.

Das Motto „Raus aus dem Auto, rauf aufs Rad“ lockte viele Radlerinnen und Radler an, die die 15 Kilometer lange Strecke zwischen Landstuhl und Steinalben bei einer gemütlichen Tour erkunden wollten. Bereits seit über 20 Jahren gibt es den Radelspaß im Sickinger Land. Er findet alle zwei Jahre im Wechsel mit dem autofreien Wallhalbtal statt. Die offizielle Eröffnung fand auf dem Dorfplatz in Queidersbach statt, wo Nicole Meier, Beigeordnete der Verbandsgemeinde Landstuhl, die Eröffnungsrede hielt. Unterstützt wurde sie dabei vom Fanfarenzug Sickinger Landsknechte. Der Radelspaß wird von den Verbandsgemeinden Landstuhl und Waldfischbach-Burgalben organisiert.

Zur Mittagszeit füllte sich die Hauptstraße in Queidersbach zunehmend mit Radfahrerinnen und Radfahrern. Manche waren sportlich gekleidet, als wollten sie bei der Tour de France mitfahren, andere trugen ganz normale Alltagskleidung. Auch einige Kuriositäten gab es zu entdecken: So schaltete ein Besucher bei seinem Mofa den Motor aus und trat kräftig in die Pedale. Auch Tandems waren unterwegs, und eine Frau hatte ihren Hund dabei, der fröhlich neben dem Rad herlief. Ein sich aufdrängender Eindruck: E-Bikes scheinen die klassischen Räder immer mehr abzulösen.

Nach dem Technikparcours ans Tortenbuffet?

Kulturell und kulinarisch hatte der Radelspaß ebenfalls einiges zu bieten. Zwischen Landstuhl und Steinalben gab es zahlreiche Stände, an denen sich die Radfahrer stärken konnten. In Queidersbach gab es ein großes Kuchen- und Tortenangebot für alle. Für die kleinen Gäste bot der RV Sport 1919 Queidersbach einen Fahrrad-Technikparcours an, bei dem die Kinder ihre Fähigkeiten mit den eigenen Rädern testen konnten. Außerdem gab es deftige Spezialitäten wie Saumagenburger und Flammbrezeln beim „Dorfkind“.

In Horbach und Steinalben sorgten Livemusiker für gute Stimmung. Doch es gab auch Kritik: In Queidersbach war zu vernehmen, dass das Datum mit etlichen anderen Veranstaltungen kollidierte. So fand in Kaiserslautern die Kerwe samt einem verkaufsoffenen Sonntag statt, während in Neustadt an der Weinstraße der Rheinland-Pfalz-Tag gefeiert wurde. Manche befürchteten daher, dass die Besucher lieber shoppen als Rad fahren würden.

Sperrung könnte besser ausgeschildert sein

Der ein oder andere Radler musste dann aber doch noch einmal an geltende Regeln erinnert werden. Die Polizei aus Kaiserslautern war vor Ort, um die Lage zu überwachen: Ein Autofahrer hatte vom Kreisel kommend einfach die Absperrung umfahren. Einige Queidersbacher monierten zudem, dass es an besagtem Kreisel zwischen Weselberg und Landstuhl kein Hinweisschild auf die Straßensperrung in Queidersbach gab und etliche Autofahrer dann eben wenden mussten. Die Polizei versicherte jedoch, dass die Verbandsgemeinde noch während des Radelspaßes entsprechende Informationsschilder aufstellen werde.

Der Landstuhler Stadtbürgermeister Mattia De Fazio (CDU) war ebenfalls sportlich unterwegs und zeigte sich zufrieden: „Ich schätze vor allem das Engagement vieler Helferinnen und Helfer, die für Verpflegung und Unterhaltung sorgen. Für die ganze Familie ist gesorgt – das macht den Radelspaß zu einem echten Familienevent. Ich bin froh, dass wir als Sickingenstadt auch mitwirken und unseren Teil dazu beitragen konnten und den Besucherinnen und Besuchern des Radelspaßes freien Eintritt auf unsere Burg gewähren können.“

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