Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Rückbau des Recyclinghofs: Auch die Kreisverwaltung hat es offenbar nicht eilig

Wuchernde Pflanzen auf Schuttwällen: Im Herbst 2024 tut sich nichts auf dem Gelände des Ramsteiner Recyclinghofes.
Wuchernde Pflanzen auf Schuttwällen: Im Herbst 2024 tut sich nichts auf dem Gelände des Ramsteiner Recyclinghofes.

Vor über einem Jahrzehnt fing der Ärger mit dem Ramsteiner Recyclinghof an. Damals dehnte er sich über das erlaubte Maß hinaus aus. Der Rückbau verläuft schleppend – auch weil die Kreisverwaltung Kaiserslautern das zulässt.

„Bloß net hudle!“ Das scheint das Motto in Sachen Ramsteiner Recyclinghof zu sein, und zwar auf allen Seiten. Der Betreiber hat es seit 13 Jahren nicht eilig, illegal abgelagertes Material abzutragen und die Kreisverwaltung schaut dem Treiben geduldig zu. Es tue sich ja „regelmäßig und stetig“ etwas auf dem Gelände, heißt es von der Behörde. Die schon 2019 angedrohte Ersatzvornahme müsse daher bislang nicht angewendet werden. Das Risiko, dass der Steuerzahler am Ende auf den Kosten sitzenbliebe, hieß es 2021, sei nämlich hoch. Dass die Kreisverwaltung darum bemüht ist, ihre Bürger nicht mit solchen Zahlungen zu belasten, ist richtig. Dass sie aber dabei zuschaut, wie ein Unternehmen es jahrelang hinauszögert, ihren Anweisungen nachzukommen, ist nicht nachvollziehbar. Und auch, wenn mittlerweile ein Rückzug auf das genehmigte Areal erfolgt ist und ein Großteil der beanstandeten Wälle zurückgebaut sein sollte, jetzt herrscht schon wieder seit Monaten Stillstand. Aber, hej, es soll ja weitergehen. Wann? Ist ungewiss. Wenn es jedoch so „regelmäßig“ und im gleichen Tempo weitergeht, wie bisher, dann wird erst zwischen 2028 und 2030 der letzte Wall verschwunden sein.

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