Ramstein-Miesenbach Phantom-Flugzeug im Verkehrskreisel auf dem Flugplatz Ramstein ausgestellt
Andreas May, Abteilungsleiter bei der „Civil Engineer Group“ des 86. Lufttransportgeschwaders in Ramstein, beschrieb den langen Weg von der Ausstellungsidee bis zur Umsetzung.
Die Phantom RF-4C mit der Nummer 68-0554 war von 1969 bis 1991 als Aufklärungsflugzeug in Diensten der US-Luftwaffe und zwischen 1970 und 1975 sowie erneut ab 1987 in Zweibrücken stationiert. Im Oktober 1991 wurde sie außer Dienst und in einem alten Flugzeug-Shelter im südwestlichen Bereich des Flugplatzes in Ramstein abgestellt. May hatte die Idee, das Flugzeug aus der Zeit des Kalten Krieges zu restaurieren und auszustellen.
1500 Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern
Wie May berichtete, habe es etwa drei Jahre gedauert, bis alle Hürden überwunden, Vorbehalte ausgeräumt, Besitzverhältnisse geklärt und Genehmigungen erteilt waren. Dann erst habe die Instandsetzungsgruppe des 86. Lufttransportgeschwaders mit den Arbeiten am Flugzeug begonnen. 1500 Arbeitsstunden seien von freiwilligen Helfern geleistet worden. Die Kosten für die Restauration seien unter 4000 US-Dollar geblieben. Hinzu kommen rund 36.000 US-Dollar für Konstruktionsteile.
Ursprünglich sollte das Flugzeug in den Kreisel am Osttor des Flugplatzes kommen, wo die Hauptdurchgangsstraße verläuft. Der frühere Kommandeur des 86. Lufttransportgeschwaders, General Moore, wollte dort jedoch eine C-130 Herkules Maschine platzieren, so dass für die F-4 der heutige Platz gewählt wurde. Bereits im Juni wurde sie zum Kreisel gebracht.
Mehrere Kameras in der Nase für Aufklärungsfotos
Der frühere Pilot und Waffensystemoffizier Michael Edwards stellte seine Erfahrungen und Erlebnisse mit dem zweisitzigen Überschall-Kampfflugzeug vor, das in zahlreichen Varianten und Aufrüstungen in Staaten der westlichen Armeen im Einsatz war und zum Teil heute noch ist. Produziert von McDonnell Douglas in St. Louis waren in der ausgestellten RF-4C mehrere Kameras in der Nase montiert, die in der Lage waren in niederen und großen Höhen, bei Tag und Nacht Aufnahmen zur Aufklärung zu machen.
Die F-4 wird mit ausgefahrenem Fahrwerk in Landeposition gezeigt. Die 30 Jahre alten Räder ruhen auf Betonsäulen, so dass Fußgänger und Autofahrer einen eindrucksvollen Blick auf das Flugzeug haben.