Kreis Kaiserslautern
Otterbach-Otterberg: Verbandsgemeinderat gibt Hochwasserschutzkonzept in Auftrag
Gegen Sturzfluten und Überschwemmungen will die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg künftig besser gerüstet sein. Deshalb hat der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend ein Fachbüro aus Kaiserslautern beauftragt, ein Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept zu erstellen.
Zunächst gelte es, die Gebiete, die bei Wolkenbrüchen besonders gefährdet sind, zu erfassen. Auf dieser Grundlage wird dann das Konzept erstellt, so das Planungsbüro, das die Arbeiten mit 124.128 Euro in Rechnung stellen wird. „Wir erwarten aber finanzielle Unterstützung vom Land“, sagte Bürgermeister Harald Westrich (SPD). Das Fachbüro sei bei der Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs auf Informationen aus der Bevölkerung sowie von Institutionen wie den Feuerwehren angewiesen. Bei Ortsbegehungen mit den politischen Gemeindevertretern sollen weitere Erkenntnisse gesammelt werden. Ein Teil des Konzepts wird auch die Renaturierungen von Bachläufen sein, so das Fachbüro.
Grundschule muss erweitert werden
Da in Otterberg die Schülerzahlen gestiegen sind, muss die Grundschule erweitert werden. Um zwei zusätzliche Klassensäle zu schaffen, wird ein Nebengebäude abgerissen. Den Auftrag vergab der Rat an einen Betrieb aus Lauterecken zum Preis von 21.317 Euro.
Die Hauptsatzung wurde geändert: Künftig erhalten die Fraktionsvorsitzenden mit 120 Euro doppelt so viel Aufwandsentschädigung wie die Ratsmitglieder. Der Kultur- und Fremdenverkehrsausschuss wird durch einen Tourismusbeirat ersetzt, der sich um die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs in der Verbandsgemeinde kümmern soll. Dabei liegt der Fokus auf dem Wander- und Radwegenetz, aber auch auf der Durchführung überregionaler Veranstaltungen, die den Tagestourismus fördern sollen. Im Beirat sitzen neben Vertretern der Kommunalpolitik auch Wander- und Gästeführer sowie Vertreter von Heimat- und Kulturvereinen in der Verbandsgemeinde.
Karl-Heinz Eckhardt bleibt Schiedsperson
Der Verbandsgemeinderat hat Karl-Heinz Eckhardt für eine weitere Amtszeit als Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk Otterberg vorgeschlagen. Eckhardt kümmert sich bereits seit elf Jahren um die Schlichtung von Streitigkeiten. Seine Bestellung erfolgt durch das Amtsgericht.
Das Gremium akzeptierte mehrere Spenden, darunter eine Einbauküche samt Elektrogeräten, die der Förderverein der Feuerwehr für das Feuerwehrgerätehaus in Schallodenbach gestiftet hat. Neben dieser Spende im Wert von rund 3400 Euro haben Feuerwehrangehörige in das Gebäude 289 Arbeitsstunden investiert. Diese Eigenleistungen haben einen Wert von 2600 Euro, so die Verwaltung.
Der Vorstand der Verbandsgemeinde
In der neuen Legislaturperiode wird Bürgermeister Harald Westrich (SPD) wiederum von Martin Müller (SPD) vertreten. In der konstituierenden Sitzung des VG-Rats war der Otterberger erneut zum Ersten Beigeordneten gewählt worden. Der 57-jährige Diplom-Verwaltungswirt und frühere Otterberger Verbands- und Stadtbürgermeister kam auf 21 Ja- und zehn Nein-Stimmen. Er ist seit Mitte 2014 in diesem Amt, zunächst hauptamtlich – als Folge der Fusion der beiden Verbandsgemeinden Otterbach und Otterberg –, in den kommenden fünf Jahren nun ehrenamtlich. Weiterer Beigeordneter der Verbandsgemeinde ist der 59-jährige Heizungsbauer Hans-Peter Spohn (FWG), der ebenfalls wiedergewählt wurde. Der Ortsbürgermeister von Frankelbach bekam 24 Ja- und drei Nein-Stimmen. Neu im gemeindlichen Vorstand ist die 67-jährige kaufmännische Angestellte Brigitte Hörhammer (CDU) aus Otterbach. Sie kam auf 18 Ja- und neun Nein-Stimmen.