Kreis Kaiserslautern Nicht nur Rechenfähigkeiten gefragt

Nils Wagner, Zehntklässler am Ramsteiner Reichswald-Gymnasium, ist erneut in einem Wettbewerb im Fach Mathematik ausgezeichnet worden.
Anfang Juni erhält Nils aus Reichenbach die Erfolgsnachricht: Er hat in der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik einen zweiten Preis erreicht, wie die Schule mitteilt. Dadurch wird nicht nur seine hervorragende Leistung ausgezeichnet, sondern der 16-Jährige qualifiziert sich auch für die zweite Runde des Wettbewerbs, an dem bundesweit 1400 Jugendliche teilgenommen haben. Er ist einer von nur zwei Schülern der zehnten Jahrgangsstufe in Rheinland-Pfalz, die einen Preis holen konnten. Es ist nicht Nils’ erste Teilnahme an einem Mathe-Wettbewerb. Über die letzten Jahre war er schon einige Male auf Landesebene erfolgreich, so etwa im April beim Tag der Mathematik an der Uni in Landau, wo er den ersten Platz machte (wir berichteten am 6 Mai). Auch der Bundeswettbewerb Mathematik stellt kein Neuland für ihn dar. Zweimal hat der Schüler bereits seine Lösungen für die erste Runde eingeschickt. Als Achtklässler erhielt er eine sogenannte Anerkennung, ein Jahr später war es dann schon ein dritter Preis. Dabei richtet sich der Wettbewerb primär an die Oberstufe. Umso bemerkenswerter, dass es Nils gelungen ist, sich dieses Jahr nochmals zu steigern. Erklärtes Ziel des Bundeswettbewerbs Mathematik ist es, Schüler mit einem Faible für das Fach zu ermuntern, ihr Potenzial auszuschöpfen. Interessante und anspruchsvolle Aufgaben sollen zu einer intensiven Auseinandersetzung anregen. Dabei kommt es weniger auf Rechenfähigkeiten an, im Fokus steht die Suche nach Beweisen. Gefördert wird der Wettbewerb unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Die ersten beiden Runden finden in Heimarbeit statt. Die Teilnehmer bekommen vier Aufgaben, für deren Bearbeitung sie ungefähr drei Monate Zeit haben. Ein Preis in einer der Runden berechtigt jeweils zur Teilnahme an der nächsten. Ab Runde zwei sind die Auszeichnungen zusätzlich mit einem Geldpreis von 200 Euro verbunden. Wer erfolgreich an der finalen dritten Runde teilnimmt, die aus einem Fachgespräch mit einem Mathematiker besteht, bekommt als Belohnung ein Stipendium von der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Ein durchaus attraktiver Anreiz. Am 1. September ist Einsendeschluss für die Lösungen der zweiten Runde. Die Aufgaben seien schwierig, meint Nils, und er sei sich noch nicht ganz sicher, ob er sie schaffen wird. Trotzdem möchte er sie so gut wie möglich bearbeiten. Als Leistungskurse für das nächste Schuljahr hat er die Fächer Mathematik, Physik und Erdkunde gewählt und nach dem Abi möchte Nils auch Mathe und Physik studieren. Gute Voraussetzungen hat er ohne Zweifel.