Frankenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Löschfahrzeug passt nicht in Feuerwehrhalle

Die Frankensteiner Feuerwehr soll ein neues Fahrzeug bekommen, das sowohl für technische als auch für Löscheinsätze geeignet ist
Die Frankensteiner Feuerwehr soll ein neues Fahrzeug bekommen, das sowohl für technische als auch für Löscheinsätze geeignet ist. In der waldreichen Gegend um Frankenstein wäre ein Fahrzeug mit größerem Wassertank sinnvoll. Der »Typ MLF« passt aber nicht in die bisherige Fahrzeughalle.

Weil das neue Löschfahrzeug, das die Frankensteiner Einheit der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn bekommen soll, nicht in die Unterstellhalle passt, soll ein neue Feuerwache für rund 850.000 Euro gebaut werden. Das sorgte am Donnerstag im Verbandsgemeinderat für Diskussionen.

Das neue Fahrzeug vom Typ MLF sei für die Frankensteiner Wehr „dringend nötig und schon lange überfällig“, erläuterte VG-Bürgermeister Andreas Alter (SPD) den Ratsmitgliedern. Da es aber von seinen Abmessungen her nicht in die bisherige Halle passe, sei zu überlegen, ob nicht ein Neubau an anderer Stelle in Frankenstein sinnvoll wäre. Die Fahrzeughalle der Wehr ist derzeit neben dem Bauhof. Die einzige Fläche, die sich für dieses Vorhaben anbietet, ist laut Alter ein Grundstück am Ortsausgang Richtung Hochspeyer. Die Verwaltung verhandele derzeit mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über den Kauf des Areals.

Unterstellhalle würde 850 000 Euro kosten

Rund 850.000 Euro, so hat die VG-Verwaltung in einer ersten Kostenschätzung ermittelt, wird der Neubau einer Unterstellhalle kosten. Neben Aufenthaltsräumen für die Wehrleute sollen dort dann zwei Fahrzeuge Platz finden. In dem Betrag sind laut Alter alle Baunebenkosten enthalten, nicht aber die Summe für den Grunderwerb. Erst wenn die neue Halle beschlossen sei, könne man das neue Fahrzeug für die Feuerwehr beantragen. Und der Landesbetrieb Mobilität könne erst eine Zusage für das Grundstück erteilen, wenn die Verbandsgemeinde eine Planung für die Halle vorlege, erklärte Alter.

Es sei für Frankenstein unumgänglich, dass der Feuerwehrstandort aufrechterhalten bleiben müsse, sagte Alter auf die Frage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Alexander Roth nach dem Feuerwehrbedarfsplan. Bei dem Fahrzeugtyp „MLF“ handele es sich um ein mittleres Löschfahrzeug. Es könne sowohl für technische Hilfsleistungen als auch für den ersten Löschangriff genutzt werden, erklärte Gudrun Heß-Schmidt (CDU), die als Erste Kreisbeigeordnete auch für den Katastrophenschutz zuständig ist. „Gerade in der waldreichen Gegend um Frankenstein braucht die Wehr ein Fahrzeug, das einen größeren Wassertank hat“, ergänzte Alter.

Frage nach Synergieeffekten

Stephanie Schmitt und Jochen Marwede von den Grünen kritisierten, dass der Neukauf eine Millioneninvestition auslöse. Sie wollten wissen, ob es nicht andere Möglichkeiten gebe, das Fahrzeug unterzustellen. Eventuell gebe es beim Neubau auch Synergien mit dem Bauhof oder einer der Rettungswachen. Heß-Schmidt verneinte dies für die Rettungswachen, deren Standort sei festgelegt, in Hochspeyer gebe es eine. „Wir haben gerade einen neuen Bauhof gebaut“, schloss Frankensteins Ortsbürgermeister Eckard Vogel (FWG) diese Möglichkeit aus.

Bei einer Enthaltung stimmte der Rat schließlich dafür, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine erste Konzeption zu entwickeln, auf deren Grundlage mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über den Grunderwerb verhandelt werden kann. Im Haushalt sind laut Alter dafür 120.000 Euro vorgesehen.

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