Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Industriegebiet für Ramstein-Miesenbach

Neue Gewerbeflächen entstehen auf dem früheren Munitionsdepot.
Neue Gewerbeflächen entstehen auf dem früheren Munitionsdepot.

Das „Industriegebiet Altes Munitionsdepot“ kann kommen. In Ramstein-Miesenbach entstehen also neue Gewerbeflächen. Bis diese genutzt werden können, dauert es aber noch etwas. Zunächst muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Den entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat am Donnerstag gefasst. Der Bebauungsplan umfasst 6,2 Hektar Fläche, wovon 3,9 Hektar bebaut werden könnten. Die Stadt Ramstein-Miesenbach hatte sich an dem Wettbewerb „Potenziale heben – Wiederbelebung von Gewerbe-, Industrie- und anderen Branchen“, der vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ausgeschrieben wurde, beteiligt und erhält zur Revitalisierung nun Zuwendungen aus dem Landesprogramm.

Bei dem Plangebiet handelt es sich um ein brachliegendes, ehemaliges Munitionsdepot, welches sowohl von den Franzosen als auch später von den Amerikanern zur Munitionszwischenlagerung und -entsorgung, zum Sandabbau und anschließend als Teststrecke für Amphibienfahrzeuge genutzt wurde.

Hechler: Naturschutz und Lärmbelästigung berücksichtigt

Marion Achtel vom Büro LF Plan aus Rodenbach ging in ihrer Erläuterung auf die dort vorhandenen Waldflächen, Tümpel, Reptilien, Amphibien, Fledermäuse und Vögel ein. Man habe Bereiche von der Bebauung ausgegrenzt, die natürlich belassen werden können. Auch die Lärmbelästigung war Thema. Eine Machbarkeitsstudie habe aufgezeigt, dass zwischen 6 und 22 Uhr die Nutzung als Industriegebiet möglich sei, zwischen 22 und 6 Uhr nachts wäre industrielle Arbeit nur eingeschränkt möglich.

Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) betonte, dass man bei der Planung den Naturschutz und die Lärmbelästigung stark berücksichtigt habe. Nach der nun folgenden Anhörung der Behörden bekomme man auch einen genaueren Überblick darüber, was machbar sei, wie die Umsetzung vonstatten gehen könne und wie die finanzielle Situation aussehe.

Bodo Mahl erklärte, dass die SPD zustimmen werde, wenn es keine Probleme mit Ökologie, Naturschutz und Lärmbelästigung gebe. Wenn aber herauskäme, dass der Lärm im Gebiet nicht erträglich sei, würde die Fraktion jedoch von der Entscheidung zurücktreten, dies wolle man sich vorbehalten.

Der Beschluss vom 21. November über die Aufstellung eines Bebauungsplans „Wohnpark Balthasarstraße“ wurde einstimmig aufgehoben und ein neuer Planungsentwurf für das Gebiet angenommen. Wie Hans-Werner Schlunz von der WVE Kaiserslautern vortrug, war dies notwendig geworden, weil nach Abstimmung des Entwässerungskonzepts mit den Fachbehörden auf eine zentrale Rückhaltung innerhalb des Planungsgebiets verzichtet werden kann. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Bauplatz. Das bestehende Rückhaltebecken südlich der Straße Am Lanzenbusch könne erweitert werden. Aufgrund der schalltechnischen Untersuchungen muss die Bautiefe in einem Teilbereich reduziert werden. Weiter soll ein Gebiet mit Doppelhausbebauung ermöglicht werden.

Neue Turnhalle in der Reichswaldstraße

Einstimmig wurde der Bebauungsplan „Sportfläche Am Ramsteiner Feld“ als Satzung beschlossen. Dies ermöglicht dem TV Ramstein den Bau einer neuen Turnhalle in der Reichswaldstraße. Wie Beigeordneter Ludwig Linsmayer betonte, habe die Stadt damit „alles getan, damit der Verein schnellstmöglich bauen kann“.

Die Baggerarbeiten für den Neubau der Kindertagesstätte in Miesenbach wurden für 28.000 Euro vergeben. Die Kostenschätzung hierfür belief sich auf 40.000 Euro, so Hechler. Für 9000 Euro wurde eine Firma beauftragt, ein Baumkataster für die Stadt aufzustellen. 820 Bäume müssten hierbei aufgenommen und untersucht werden.

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