Enkenbach-Alsenborn
Neues Altenheim und medizinisches Zentrum für Enkenbach-Alsenborn geplant
Der dreigeschossige Neubau, östlich des Schlittwegs gelegen, soll neben einem Altenpflegeheim mit 90 Betten weitere Gebäude mit Service-Wohnungen (Betreutes Wohnen) und „allen Arten der gesundheitlichen und medizinischen Versorgung“ umfassen. Dadurch wollen die Investoren der Nachfrage nach zukunftsorientiertem, seniorengerechtem Wohnen gerecht werden. „Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren ein zunehmender Bedarf an betreutem Wohnen und Pflegeeinrichtungen entstehen wird“, heißt es in der Beschlussvorlage zur Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 29. Oktober. „Dies ist nicht nur aus sozialer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht eine wichtige Maßnahme, um der Altersstruktur gerecht zu werden und eine nachhaltige, zukunftsfähige Versorgung der Bevölkerung in Enkenbach-Alsenborn sicherzustellen.“
Für den Bereich der beabsichtigten Bebauung existiert derzeit kein rechtskräftiger Bebauungsplan. Deshalb soll nun die planungsrechtliche Grundlage für den Neubau geschaffen werden. Der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde sieht fünf potenzielle Wohnbauflächen in Enkenbach-Alsenborn vor: Am Mühlberg, Fritz-Ullmayer-Ring, Rosenhofstraße, Kinderlehre und Leiningerstraße. Für den nun ausgewählten Standort spricht die zentrale Lage und die Anbindung ans bestehende Verkehrsnetz. Der Standort liege näher am Ortskern und sei somit sowohl für die zukünftigen Bewohner als auch für externe Nutzer gut erreichbar.
Ersatzneubau doppelt so groß
Die Protestantische Altenhilfe Westpfalz (PAW) betreibt mit dem „Haus an den Schwarzweihern“ und dem „MennoHeim“ bereits zwei vollstationäre Pflegeeinrichtungen, zwei Tagespflegeeinrichtungen sowie Wohneinheiten des Service-Wohnens in Enkenbach-Alsenborn. Beim geplanten Altenpflegeheim in der Rosenhofstraße handelt es sich um einen „Ersatzneubau für das heutige MennoHeim“, heißt es in der Beschlussvorlage. Das „MennoHeim“ stamme aus dem Jahr 1974 und eigne sich nach heutigen Standards nur noch bedingt. Aufgrund der hohen Nachfrage werde der angestrebte Ersatzneubau etwa doppelt so groß sein wie der bisherige.
Die Notwendigkeit eines medizinischen Zentrums wurde von der Kommunalverwaltung bereits erkannt. Planungen und Bestrebungen liefen bereits länger, heißt es in der städtebaulichen Konzeption. Die vorhandene Infrastruktur sei durch eine geringe Dichte an Haus- und Fachärzten gekennzeichnet, sodass die wohnortnahe medizinische Betreuung der Bevölkerung nicht in ausreichendem Maße gewährleistet sei. „Hinzu kommt, dass viele bestehende Praxen altersbedingt in den kommenden Jahren schließen werden und eine Nachfolge nicht immer gesichert ist. Damit drohen Versorgungslücken, die die Erreichbarkeit von medizinischen Angeboten weiter verschlechtern würden.“ Gerade in strukturschwachen und ländlichen Räumen sei es von besonderer Bedeutung, wohnortnahe Angebote der Grund- und Fachversorgung sicherzustellen.
Info
Die Gemeinderatssitzung findet am Mittwoch, 29. Oktober, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses Enkenbach-Alsenborn, Hauptstraße 18, statt.