Sembach
Neuer Wohnraum im Ortskern
Dort, wo einst eines der ältesten Häuser Sembachs stand, wachsen seit Februar zwei Mehrfamilienhäuser in die Höhe. Das Areal, das als Pariser Hof bekannt ist und an der Ecke Haupt- und Marktstraße liegt, sei schon vor über zehn Jahren von der Gemeinde gekauft worden, berichtet Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD). Einiges an Geld sei anschließend in die innerörtliche Erschließung geflossen. Entstanden sind acht Bauplätze für Einfamilienhäuser. „Aber wir wollten auch etwas Behindertengerechtes oder ein Seniorenwohnen anbieten“, sagt Hack.
16 Eigentumswohnungen
Ein solches Bauprojekt ist es nun nicht geworden, aber in beiden Häusern, die von der Firma Immo 150 auf dem knapp 1700 Quadratmeter großen Grundstück errichtet werden, sind Aufzüge vorgesehen. Alle 16 Eigentumswohnungen verfügten, wenn sie fertiggestellt seien, zudem über einen schwellenfreien Zugang, sagt Geschäftsführer Holger Schwambach. Zwei Appartements würden darüber hinaus rollstuhlgerecht ausgeführt. So seien die Häuser für Menschen jeden Alters nutzbar.
Gebaut werden zwei Häuser, die der Effizienzhausstufe 55 entsprechen. Sie sollen also mit 55 Prozent der Primärenergie eines Referenzgebäudes auskommen. Für Wärme sorgt in den 65 bis 109 Quadratmeter großen Wohnungen, in denen Fußbodenheizungen verlegt werden, ein Hybrid-System. 90 Prozent der im Jahr benötigten Heizenergie würden über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe generiert, erläutert Schwambach. An sehr kalten Tagen könne ein mit Erdgas betriebenes Brennwertgerät zusätzlich anspringen. Eine Abluft-Lüftungsanlage ergänze das Energiekonzept.
Begrünte Dächer
Ebenfalls geplant sei eine Photovoltaik-Anlage auf den Flachdächern. Wie groß diese werde, stehe noch nicht fest. Das hänge davon ab, ob nur die Heizanlage damit betrieben werden soll, oder „ob wir ein Mieterstrom-Modell hinbekommen“, sagt Schwambach. Letzteres würde bedeuten, dass der Strom auf dem Dach produziert und dann direkt an die Bewohner im Haus verteilt würde. Jede Partei würde mit dem Betreiber der hauseigenen Anlage direkt ihre Kosten abrechnen. Sollte sich das mit einem Energieversorger realisieren lassen, müssten wahrscheinlich einige Solarmodule mehr installiert werden.
Auf alle Fälle werden die Gebäude vom Typ „Wiesenhaus“ begrünte Dächer erhalten. „Das brauchen wir unbedingt“, betont Geschäftsführer Schwambach, „um Wasser zurückzuhalten und Starkregenereignisse abzupuffern.“ Außerdem seien Gründächer gut fürs Mikroklima im Ort.
Ab 3000 Euro pro Quadratmeter
Rund fünf Millionen Euro steckt Immo 150, ein Schwesterunternehmen der Baufirma FK Horn, in das Sembacher Projekt. Angeboten werden sollen die Wohnungen anschließend ab 3000 Euro pro Quadratmeter. Einige Einheiten seien bereits reserviert oder verkauft, sagt Maurice Roth, der zuständige Projekt- und Kundenbetreuer. Aber über die Hälfte seien noch verfügbar. Schlüsselfertig übergeben werden sollen die ersten Wohnungen im Sommer 2024. Dass dieser Termin eingehalten werden kann, davon gehen Roth und Schwambach momentan aus. „Wir sind voll im Zeitplan, sogar etwas schneller“, hält Roth fest.