Weilerbach RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Kontrollpunkt ersetzt das alte Osttor zur Air Base

Der neue Kontrollpunkt ist offen, das alte Osttor geschlossen.
Der neue Kontrollpunkt ist offen, das alte Osttor geschlossen.

Unweit der US-Hospital-Baustelle bei Weilerbach ist jetzt der neue Eingangskontrollpunkt zur Air Base in Betrieb. Auch die Verkehrssituation zu Stoßzeiten soll sich dadurch im Umfeld verbessern.

Das alte East Gate wird damit ersetzt und ist nun geschlossen. Mit dem neuen Rhine Ordinance Barracks Medical Center (ROBMC)-Kontrollpunkt werde der Zugang zur Ramsteiner Air Base neu strukturiert, teilt das Amt für Bundesbau (ABB) auf Anfrage mit. Die neue Abfertigung sei leistungsstärker, sodass sich der Rückstau im Zuge der morgendlichen Zu- und abendlichen Abfahrten vermindern werde, stellt ABB-Sprecher Martin Treutlein fest. „Wir gehen davon aus, dass sich der Verkehr verbessern wird, wenn sich die Pendler an das neue Tor gewöhnt haben“, heißt es auch von Air-Base-Sprecher Ronald Jung. Dieses könne ein größeres Fahrzeugaufkommen bewältigen, umfasse sechs bis sieben Durchfahrten, die offenbar gleichzeitig kontrolliert werden können – also doppelt so viele wie das alte Osttor. Über das einstige East Gate wurden laut Air Base pro Tag routinemäßig 6000 bis 10.000 Fahrzeuge eingelassen.

Den neuen Kontrollpunkt und auch die Brücke habe die Firma Peter Groß erstellt, teilt der ABB mit. Die Weilerbacher Niederlassung des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung wiederum habe im Namen des Bundes den Auftrag erteilt – wie bei ähnlichen Bauten der US-Streitkräfte in Deutschland tritt laut einem Verwaltungsabkommen der Bund als Bauherr auf.

Das US-Militär trägt die Kosten

„Die Bauzeit lief von August 2017 bis Dezember 2021“, informiert Treutlein. Die Baukosten gibt der ABB-Sprecher mit 28,5 Millionen Euro an, die vollständig von den US-Streitkräften getragen worden seien. Zum Vorhaben gehören: der eigentliche Einlasskontrollpunkt mit mehreren Gebäuden, Sicherheitsanlagen, Ver- und Entsorgungsleitungen, Ingenieurbauwerke wie zum Beispiel Regenrückhaltebecken, Straßen zum und vom Kontrollpunkt weg, ein Kreisel und die Brücke über die L369. Noch im vergangenen Jahr sei das Tor, das auch die neuesten US-Sicherheitsanforderungen umsetzt, dann von der deutschen Bauverwaltung an die Amerikaner zur Vorbereitung der Inbetriebnahme übergeben worden.

Einfacher Zugang zum neuen Hospital

Der Einlasskontrollpunkt ist künftig auch das Tor zum Hospital und damit ein Mosaiksteinchen in der Infrastruktur drumherum. „Das ROBMC-Tor wird einen einfachen Zugang zum künftigen Krankenhaus bieten“, betont Air-Base-Sprecher Jung. Die Brücke verbindet die Base mit der geplanten Klinik. Hierdurch soll im medizinischen Notfall schneller das größte US-Krankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten erreicht werden können. Doch bis das Mammutprojekt verwirklicht ist, dauert es noch: Wohl erst 2027 ist das Gebäude mit seinen mehr als 4000 Räumen komplett fertig – fünf Jahre später als ursprünglich geplant.

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