Kreis Kaiserslautern Monique I. übernimmt das Zepter

Monique I. – alias Monique Bleyer – ist neue Sommerfestkönigin von Bruchmühlbach. Die 22-Jährige wurde am Wochenende beim 86. Westricher Sommerfest inthronisiert und mit den Insignien der Macht ausgestattet, denn in der nächsten Kampagne wird Monique I. als Fasnachtsprinzessin des Unterhaltungsvereins (UVB) das närrische Zepter schwingen.
Die junge Frau arbeitet im bürgerlichen Leben als chemisch-technische Assistentin, in ihrer Freizeit tanzt sie seit zwölf Jahren in Bruchmühlbach – derzeit in der Prinzengarde. Daneben hilft Monique im Wirtschaftsbereich. „Ich wollte tanzen und so kam ich zum UVB“, erinnerte sie sich an ihre Anfänge im Verein. Sie stamme zwar nicht aus einer Fasnachterfamilie, habe aber viel Spaß am Karneval. Dass sie den UVB einmal als Prinzessin repräsentieren würde, hätte sie nicht gedacht: „Ich war überrascht und sehr glücklich, als ich von dieser Entscheidung erfuhr“, sagte die 22-Jährige. Mit Spannung erwartet sie nun die Fasnachtskampagne mit all den Prunksitzungen und Empfängen. Etwas nervös, aber freudestrahlend betrat die neue Sommerfestkönigin am Samstagabend im Beisein vieler Gardemädchen die Bühne im Festzelt, um ihr hohes Amt von ihrer Vorgängerin Marlen Bauer zu übernehmen. Diese blickte zufrieden „auf eine herrliche Regentschaft“ zurück. „Es war für mich eine besondere Ehre, ausgerechnet im Jahr des 111. Jubiläums das Zepter beim UVB zu schwingen“, sagte sie. 74 Auftritte hat sie während ihrer Regenschaft absolviert. Nun widmet sie sich wieder ihren Aufgaben im Vereinsausschuss und tanzt weiterhin in der Prinzengarde. Als letzte Amtshandlung übergab Marlen I. Schärpe und Zepter an ihre Nachfolgerin. Glückwünsche gab es vom Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Bernhard Hirsch, und von Ortsbürgermeister Klaus Neumann. Die beiden SPD-Politiker zeigten sich erstaunt über die Verschwiegenheit des UVB: „Bis zur letzten Minuten gelingt es den Fasnachter, den Namen der Sommerfestkönigin geheim zu halten“, wunderte sich Hirsch. Dann hieß es: „Alles Walzer“. Zu den Klängen der „Habachtaler“ fegte Bernhard Hirsch mit der ehemaligen Sommerfestkönigin Marlen I. über den Tanzboden, während sich Ortsbürgermeister Neumann mit der amtierenden Regentin im Dreivierteltakt wiegte. Bereits am Freitagabend hatte der UVB als Veranstalter des Sommerfests auf dem Werner-Odenwald-Platz für gute Unterhaltung gesorgt. Zum Auftakt gab es wie gewohnt Musik im großen Festzelt – wobei freilich auch das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft nicht zu kurz kam und der Sieg der deutschen Mannschaft gegen Frankreich zusätzlich für gute Laune sorgte. Die Veranstaltung sei ein Aushängeschild für Bruchmühlbach-Miesau, bescheinige Ortsbürgermeister Neumann den Organisatoren. „86 Sommerfeste auf die Beine zu stellen, verlangt einem schon Respekt ab“, würdigte Hirsch das anhaltende Engagement und die gute Organisation des Unterhaltungsvereins. „Es ist besonders schön, solch ein Traditionsfest auszurichten“, betonte UVB-Präsident Patrick Fischer und versicherte, dass „wir uns auch für dieses Jahr ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm ausgedacht haben“. Am Samstag heizten die „Habachtaler“ in einem voll besetzten Festzelt den Besuchern ein. Der beliebten Partyband stand der Musikverein Bruchmühlbach bei seinem Frühschoppenkonzert am Sonntag in nichts nach. Eine große Gaudi am Familientag war auch wiederum das Fassrollen, bei dem sich die Akteure so manchen Irrweg erlaubten (Bericht in der morgigen Ausgabe). Heute geht das Sommerfest in die letzte Runde: Beim Pensionärtreffen gibt sich das saarländische Duo „Jääb und Julanda“ ein Stelldichein. Am Abend wartet erneut Unterhaltungsmusik auf die Besucher, bevor nach Einbruch der Dunkelheit das Feuerwerk einen farbenfrohen Schlusspunkt setzt. (bgu)