Kreis Kaiserslautern Mit vibrierenden Füßen wieder daheim

Es ist geschafft: Kollweiler, Monaco und zurück! 2600 Kilometer liegen hinter Rudi und Dirk Diehl, Hartmut Schmitt und Parviz Niknam, die am 6. Juni in der Westpfalz mit ihren Traktoren in Richtung Mittelmeer aufgebrochen waren (wir berichteten mehrfach).
Dank täglicher Wartung, ordentlich Schmiere und vermutlich so manch guter Zusprache haben die alten Schlepper durchgehalten. Ebenso wie die Männer. Gestern Nachmittag ging das Abenteuer glücklich – und mit neuen schönen Eindrücken – zu Ende. Ein ganzer Tag Dauerregen konnte die am Sonntag begonnene Heimfahrt von Monaco nicht wirklich trüben: „Der Regen hat uns und unsere Traktoren aber einmal so richtig sauber gewaschen“, schmunzeln die Männer. Ansonsten gab es wie schon auf der teilweise sehr heißen Hinfahrt wieder viel freie Sicht auf zauberhafte Landschaften, schwärmen sie: Über die Rue de Napoleon ging es voran ins Rhonetal, weiter nach Lion und dann nichts wie ab auf direktem Weg heim in die Pfalz. Gestern sind die Abenteurer mit den uralten Stahlrössern wieder in Kollweiler eingerollt. „Es reicht jetzt auch“, kann sich Hartmut Schmitt ein ehrliches Aufatmen am Ende der langen Reise dann doch nicht verkneifen. „Mittlerweile vibrieren meine Füße sogar, wenn der Trecker gar nicht läuft“, deutet er an, dass täglich zwölf Stunden Fahrt auf den Gefährten des vorigen Jahrhunderts durchaus eine Herausforderung sind. Das kann Copilot Parviz Niknam, der die ganze Zeit nach hinten schauen musste, nur bestätigen. Er wird wohl eine Weile brauchen, bis sich seine Welt wieder vorwärts abspult. „Aber es war insgesamt eine super Sache“, sind sich die Männer einig. Eine Fahrt mit vielen netten Erlebnissen ist zu Ende. Die nächste Tour wird bestimmt irgendwann geplant und in Angriff genommen. Sicher ist dann auch wieder Pechvogel Timo Müller mit von der Partie. Dann aber ganz bestimmt mit einem Trecker, der ihn nicht nach den ersten paar Kilometern kläglich im Stich lässt.