Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Menschen des Jahres: Steinwendener CDU-Politiker Marcus Klein zurück im Landtag

Marcus Klein
Marcus Klein Foto: Klein/frei

2016 war Marcus Klein der große Pechvogel, 2019 dagegen der Glückspilz: Die Wahl eines Westerwälder CDU-Abgeordneten ins EU-Parlament eröffnete dem Steinwendener im Herbst die Chance, in den Mainzer Landtag zurückzukehren – weil der eigentliche Nachrücker des Westerwälders laut Landeswahlleiter aus juristischen Gründen nicht in Frage kam.

Seit Oktober hat Klein nun wieder einen Sitz im Landesparlament. Diesen hatte er bei der Landtagswahl 2016 schweren Herzens räumen müssen. Denn obwohl seine Wiederwahl allgemein als gesetzt galt, unterlag Klein knapp seinem Mackenbacher SPD-Mitbewerber Daniel Schäffner, der das Direktmandat im Wahlkreis 45 errang. Und auch über die Landesliste misslang dem Steinwendener der Wiedereinzug in den Landtag. Seine Partei erhielt 35 Mandate, Klein stand auf Platz 36. Damit war seine Mainzer Karriere am Abend des 13. März 2016 beendet. Die Region verlor mit ihm einen ihrer bis dato vier Repräsentanten und wurde seither ausschließlich von Sozialdemokraten vertreten.

19 Kleine Anfragen in drei Monaten

Doch nun ist Marcus Klein zurück – und rührig wie zuvor: 19 Kleine Anfragen an die Landesregierung hat der Jurist in den vergangenen drei Monaten bereits gestellt. Ob zur Gebietsreform, zur Lautertalbahn, zum Rettungshubschrauber, zur Ärzteversorgung im Landkreis, zur Fahrbahnverengung auf der A6 oder zum Gestank, der nicht selten von der Biogasanlage Ramstein ausgeht: Die Themen waren vielfältig, aber der Fokus lag dabei meist auf Anliegen, die Menschen in Kleins Heimatregion umtreiben.

In Ramstein-Miesenbach macht Klein ehrenamtlich weiter

Seinen Posten als hauptamtlicher Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, der ihm die vergangenen dreieinhalb Jahre sein Auskommen sicherte, hat der Familienvater inzwischen aufgegeben. Klein kümmert sich um seine früheren Aufgaben aber weiter im Ehrenamt: „Die Verbindung zwischen Mainzer Mandat und Ramsteiner Rathaus klappt bislang gut. Natürlich ist das ein Mehraufwand, aber bislang ist sicher nichts liegengeblieben“, betont er. „Im Gegenteil: Es gibt da ja einige Schnittmengen mit kommunalen Themen. Und bei manchen Dingen kann ich in Mainz ganz sicher mehr bewegen, als nur aus dem Büro in Ramstein heraus. Und das nicht nur beim Biogas…“

Weitere Kleine Anfragen hat er übrigens schon in der Schublade. „Aber jetzt lassen wir den Mitarbeitern in Mainz auch erst mal ihren Weihnachtsfrieden“, lacht er.

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