Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Raum für Industrie und Gewerbe

Am Gelände hinter der Firma Rettenmeier hat ein Logistiker Interesse.
Am Gelände hinter der Firma Rettenmeier hat ein Logistiker Interesse.

Die Stadt Ramstein-Miesenbach schafft neues Gelände für Industrie und Gewerbe. Zwei Aufstellungsbeschlüsse fasste der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend für Änderungen der Bebauungspläne „In den Seufzen“ und „Industriezentrum Westrich“. Am Tankhof entstehen eine Gas- und Wasserstoff-Tankstelle sowie drei E-Ladestationen und weitere Parkplätze.

Für das Gebiet südlich der Jet-Tankstelle am westlichen Kreisel der Stadt entlang der Umgehungsstraße musste der Bebauungsplan „In den Seufzen“ geändert werden. Änderungen der früher geplanten Straßen ermöglichen einen besseren Verkauf ausreichend großer Flächen und verringern den Erschließungsaufwand, erläuterten Planerin Sarah End vom Büro Kernplan (Illingen) und die Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde, Ulrike Bossung. Der Geltungsbereich der Änderung umfasst 4,2 Hektar Gelände. Für die nördliche Fläche liege bereits eine konkrete Anfrage einer Firma vor, gab Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) bekannt.

Für das Gelände nördlich des Holzbetriebs Rettenmeier wurde der Bebauungsplan „Industriezentrum Westrich“ geringfügig modifiziert. Auch hier wurde eine im Plan vorgesehene Stichstraße mit Wendeschleife zurückgenommen. Dadurch wird die Ausweisung eines größeren zusammenhängenden Baufensters möglich. An dieser Fläche habe ein Logistiker Interesse, so Hechler.

Mehr Lkw-Stellplätze

Ohne die Stimmen der SPD erteilte der Stadtrat einem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen. Es handelte sich um die Erweiterung der Lkw-Stellplätze des Tankhofs in Ramstein „In der Wat“. Der Bauherr beabsichtigt, die Erweiterung um eine Lkw-Stellplatzanlage. Hintergrund seien der Bau von Lkw-Betankungsanlagen, Erdgas- und Wasserstoff-Betankung sowie drei Elektro-Ladestationen für Pkw. Dadurch würden 14 Stellplätze wegfallen.

Daher ist eine Erweiterung der Lkw-Stellplätze unmittelbar im östlichen Anschluss an die Tankhofanlage geplant. Die neuen Lkw-Stellplätze werden über eine kurze, zehn Meter breite Anbindungsstraße vom bestehen Tankhof aus erschlossen. Dort entstehen 19 Lkw-Schrägparkplätze und zwei endständige Senkrechtstellplätze mit insgesamt 20 Einstellplätzen. Matthias Hammerschmidt (SPD) erklärte, dass die SPD dagegen sei, man sollte nicht den Lkw-Verkehr fördern, sondern mehr Augenmerk auf den Schienenverkehr legen. Zudem würden Flächen versiegelt.

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