Kreis Kaiserslautern „Markierungen in Tempo-30-Zone überflüssig“

Geht es nach dem Willen des Gemeinderats, wird es in Otterbach keine Blockmarkierungen geben – unterbrochene weiße Flächen, die Vorfahrts- von untergeordneten Straßen abheben. Dies war einhellige Meinung in der Sitzung am Montag.
Vorausgegangen war eine Anregung von Anwohnern der Ziegelhütter Straße. Sie sehen bei den Einmündungen der Fasanen- und der Adlerstraße einen Gefahrenpunkt wegen der schwierigen Sichtverhältnisse. Ortsbürgermeister Herbert Matz (SPD) informierte die Ratsmitglieder über diesen Wunsch. Es handelt sich laut Matz aber um eine 30-Kilometer-Zone, in der die Regelung „rechts vor links“ sowieso vorgeschrieben sei. In solchen Situationen sei keine Markierung notwendig, ja sogar irreführend. „Sollte eine Markierung erfolgen, deren Kosten von der Ortsgemeinde zu tragen wären, kämen bestimmt weitere Einwohner anderer Straßen, um das gleiche Recht zu fordern“, vermutet der Ortsbürgermeister. Zustimmung gab es vom stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Holger Jung, der keine Notwendigkeit dafür sieht. Vergeben wurden die Planungsarbeiten für den Ausbau der Von-Bodelschwingh- und der Kolpingstraße. Die Kosten werden auf 376.000 und 360.000 Euro geschätzt, sagte der Ortsbürgermeister. Dabei wird eine Fläche von 4600 Quadratmetern ausgebaut. Die Konzeption übernimmt für 70.000 Euro ein Ingenieurbüro in Kaiserslautern. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Metzger regte an, vor der Ausschreibung die Pläne öffentlich vorzustellen. Der Ausbau beider Straßen soll nach dem Willen der Ratsmitglieder unmittelbar hintereinander erfolgen. Die neue Straße im Neubaugebiet „In den Kiefern“ erhält die Bezeichnung Am Dutenbach. Die Weiterführung der Straße Im Letten wird denselben Namen erhalten. Im gemeinsamen Sanierungskonzept mit der Stadt Otterberg soll auf Otterbacher Seite der Geltungsbereich erweitert werden. Diesen Vorstoß machte der Ortsbürgermeister. Gedacht ist dies im Bereich des Bachs und am Ortseingang aus Richtung Otterberg. Damit könnte das Ortsbild „schöner gestaltet werden“. Zudem sieht Matz eine touristische Aufwertung des Ottertals. Zu Beginn der Ratssitzung stellte sich die Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, Bianca Gaß, den Ratsmitgliedern vor und erläuterte ihr Konzept der Energieeinsparung. Die Sitzungen des Gemeinderats finden künftig im Erdgeschoss des Bürgerhauses statt, um mehr Platz für Zuhörer zu bieten. Außerdem wird es einen neuen Sitzungskalender geben; Sitzungstag ist künftig generell an Dienstagen. Kritik äußerten die Ratsmitglieder an der Entsorgung von Essensresten in den Abfallkörben. So werde Ungeziefer angezogen, wie auch durch Lebensmittelentsorgung durch die Kanalisation. Das Gremium appelliert an die Bevölkerung, „sorgsamer“ bei der Entsorgung von Speiseresten vorzugehen. (llw)