Kreis Kaiserslautern
Landstuhl: Spatenstich für die neue Polizeiinspektion
Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Donnerstagvormittag die Bauphase für die neue Polizeiinspektion in Landstuhl eingeleitet. Läuft alles nach Plan, können die rund 100 Polizeibediensteten im Jahr 2021 in das Gebäude einziehen.
1224 Quadratmeter wird die neue Wache bieten. Diese verteilen sich auf drei Stockwerke. 40 Meter lang, 13 Meter breit: Schon die Abmessungen des Gebäudes zeigen, dass der Platzmangel, der am jetzigen Standort herrscht, mit dem in rund zwei Jahren anvisierten Umzug Geschichte sein dürfte. Auch das Parkproblem sollte mit dem großzügig geplanten Außenbereich behoben sein. 17 Parkplätze für die Angestellten und 15 überdachte Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge sind hinter dem Haus vorgesehen. Für Besucher stehen davor fünf Parkplätze zur Verfügung. Rund 5,55 Millionen Euro muss das Land Rheinland-Pfalz für die neue Inspektion in die Hand nehmen.
Neue Heimat in bester Lage
Gebaut wird in der Bahnstraße in direkter Nachbarschaft zum Aldi-Markt. „Mit der Lage hier haben wir ziemlich optimale Bedingungen, was den Standort angeht“, betonte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen (SPD). Alle Einsatzorte im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Landstuhl, der sich über die Verbandsgemeinden Landstuhl, Ramstein-Miesenbach, Bruchmühlbach-Miesau sowie über die Ortsgemeinde Obernheim-Kirchenarnbach erstreckt, könnten von hier aus schnell erreicht werden. Im Gegensatz zum seit 1973 angemieteten derzeitigen Standort werde das neue Gebäude den heutigen Anforderungen – zum Beispiel an Sicherheit und Kriminaltechnik – „absolut gerecht“.
„Wir bauen deutlich energieeffizienter“, betonte Ahnen zudem, dass beim Neubau an nachhaltigen Klimaschutz gedacht wird. Rund ein Drittel weniger Energieverbrauch als von der aktuellen Energiesparverordnung gefordert, werde durch die Bauweise erreicht. Wie der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) erläutert, werden Fotovoltaikanlagen auf dem Gebäudedach und der Stellplatzüberdachung installiert. Bis zu 50 Kilowatt Ökostrom könne so erzeugt werden.
Lewentz lobt, Denne fordert
Als „sehr gut investiertes Geld“ bezeichnete Innenminister Roger Lewentz (SPD) die Investition des Landes in die Polizeiwache. Dabei unterstrich er: „Wir verstehen uns als Bürgerpolizei.“ Am neuen Standort fände jeder schnell Zugang. Großes Lob gab es für die hohe Aufklärungsquote und die gute Arbeit der Landstuhler Polizisten. Generell sei das Land bestrebt, die Polizei immer besser auszustatten und auch den hohen Personalbedarf zu decken.
„Wir hätten da noch das ein oder andere Bauvorhaben“, richtete der Leiter des Polizeipräsidiums Westpfalz, Michael Denne, seine ersten Grußworte vor allem an Ahnen und Lewentz. „Eine lange Geschichte geht vorweg – rund zehn Jahre“, blickte Denne auf die Zeitspanne bis zur nun in Angriff genommenen Umsetzung des Vorhabens zurück. Dabei lobte er die aktuell sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, wodurch jetzt „ein lange gehegter Traum seiner Realisierung ein ganzes Stück näher rückt“.
Kosten reduziert, Funktionalität erhöht
„Es ist heute wirklich ein Glückstag für die Stadt Landstuhl“, betonte Stadtbürgermeister Ralf Hersina (SPD). Schon dessen Vorgänger Klaus Grumer (CDU) hatte sich für den Bau der neuen Polizeiinspektion eingesetzt. Es sei klar, dass, wenn sich eine Maßnahme immer wieder verzögert, hier und da auch Zweifel aufkommen, ob diese überhaupt noch umgesetzt wird. Diese seien aber spätestens mit dem nun erfolgten Spatenstich ausgeräumt. „Ich freue mich darauf, wenn wir in zwei Jahren den nächsten Schritt machen“, sagte Hersina mit Blick auf die für 2021 geplante Fertigstellung.
„Wir haben die Planungen noch einmal optimiert und dadurch die Funktionalität erhöht sowie die Kosten reduziert“, erläuterte der Leiter der Niederlassung des LBB in Kaiserslautern, Norbert Höbel, weshalb der Spatenstich erst jetzt erfolgte. Der Neubau sollte nämlich eigentlich schon 2017 stehen. Doch die damalige Planung überschritt den Kostenrahmen. Mehr als 300.000 Euro habe man durch die Überarbeitung der Planungen einsparen können. Zum derzeitigen Stand der Dinge erläuterte Höbel, dass Aufträge für rund eine Million bereits vergeben sind. „Bis zur Fertigstellung werden wir noch mehr als 30 Gewerke ausschreiben und vergeben“, warf er zudem einen Blick nach vorne.