Landstuhl
„Landstuhl aufs Rad“: Der Name der Bürgerinitiative ist Programm
Laut Wolfgang Feth, dem Sprecher der Initiative, gibt es in Landstuhl nur 70 Meter Radweg an der Sauna- und Wellnessanlage Cubo. Dieser verlaufe zudem noch ins Leere. Ein weiterer, kurzer Weg auf der Brücke an der Feuerwehrwache sei reparaturbedürftig. Die Bürgerinitiative trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat im Autohof Ramstein um 18 Uhr. Jeder, der am Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Landstuhl interessiert ist, kann dort hinkommen und sich einbringen.
Die Umwelt schonen
„Die Initiative wurde gegründet, um die Umwelt zu schonen“, erläutert Feth. Vor allem drei Dinge seien für Landstuhl wichtig: eine intelligente Ampelregelung, dass Einbahnstraßen für Radfahrer in der Gegenrichtung freigegeben werden und dass an der Grundschule die beiden versetzten Gitter entfernt und durch Pfosten ersetzt werden. Aktuell sei dort kein Durchkommen für Rad- und Rollstuhlfahrer.
Auf die Frage, wo es besonders hakt, erklärt der stellvertretende Sprecher der Bürgerinitiative, der 27-jährige Lando Clemens: „Da es innerorts kaum Radfahrstreifen gibt, ist es momentan gefährlich, durch Landstuhl zu radeln.“ Besonders gefährliche Routen für Radler seien die Kaiserstraße zwischen Barbarossa Bäckerei und Bahnhof und die Kreuzung L363 von der Autobahn her kommend an der Saarbrücker Straße. Wer von der Innenstadt zum Kaufland radeln möchte, könne das nicht tun, sondern müsse sein Rad schieben.
Rad statt Auto
Die Radfahrer sollten in den Konzepten der Stadt mehr berücksichtigt werden, findet die Bürgerinitiative. Der Stadtrat habe aktuell beschlossen, dass die Römer- und Wiesenstraße zu Fahrradstraßen werden sollen, sagt Feth. Außerdem solle der Weg zur Melkerei ausgebessert werden, da dort etliche Löcher geflickt werden müssen. Die Bürgerinitiative wünscht sich, dass man zukünftig ohne Probleme von der Atzel bis nach Ramstein und von Kindsbach zum Kaufland radeln kann. Fahrradfahrer sollten irgendwann gleichberechtigt mit den Autofahrern sein und nicht als Verkehrshindernis oder gar Feind des Autos angesehen werden. Die Hoffnung sei, dass mehr Bürger das Auto zugunsten des Rades stehen lassen und die Stadt auf diesem Weg neu für sich „erfahren“.
Für den 4. März hat die Initiative eine Radtour nach Bruchmühlbach und zurück geplant. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Stadthalle in Landstuhl. In Bruchmühlbach ist eine Pause mit Einkehr geplant. Die Fahrradtour findet bei jedem Wetter statt. Alle sind dazu eingeladen, mit dem Drahtesel mitzufahren. Im April soll es auf dem Wochenmarkt einen Infostand geben, um die Bürgerinitiative bekannter zu machen und über sie zu informieren. Wer bei „Landstuhl aufs Rad“ mitmachen möchte, kann sich bei Wolfgang Feth per E-Mail melden: landstuhl-aufs-rad@gmx.de.
