Kreis Kaiserslautern Landfrauen: Altersvorsorge für Frauen im Blick

Immer offen für Neues: Landfrauen-Vorsitzende Else Albrecht (rechts) und Stellvertreterin Friedlinde Michalik blicken nach vorn.
Immer offen für Neues: Landfrauen-Vorsitzende Else Albrecht (rechts) und Stellvertreterin Friedlinde Michalik blicken nach vorn.

Ein Kraftakt stand im vergangenen Jahr für die Landfrauen an: Sie mussten alle Ortsvereine neu gründen. Jetzt aber fühlen sie sich im Landkreis gut aufgestellt – und nehmen auch die Männer mit.

Hinter den Landfrauen im Kreis Kaiserslautern liegen fordernde Monate. Eine geänderte Satzung im Landfrauen-Dachverband bedeutete für die Kreisverbände und all die Ortsvereine, sich mit neuer Satzung zu gründen. Dieser Schritt ist geschafft, die Ortsvereine sind nun gewollt selbstständige Vereine. „Dabei haben wir leider zwei Ortsvereine verloren, aber auch zwei neue hinzugewonnen: die Ortsvereine Sembach sowie Linden“, sagt Else Albrecht. Die Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes Kaiserslautern freut sich, dass sich dort junge Frauen zusammengefunden haben, um das Landfrauen-Angebot in ihre Orte im ländlichen Raum zu tragen.

So ganz ist die Arbeit der Neugründungen aber doch noch nicht ausgestanden. Albrecht und mit ihr das gesamte Vorstandsteam war deshalb in der Vergangenheit quer durch die Pfalz unterwegs, um die 27 Ortsvereine bei der Neugründung zu unterstützen. Noch sind nicht alle neuen Satzungen der Ortsvereine beim Registergericht eingetragen. „Da gibt es noch immer einiges Hin und Her“, bietet die Vorsitzende weiter Hilfe an.

Von Ernährung bis Altersvorsorge

Das, was die Landfrauen normalerweise ausmacht, blieb 2024 aber auch nicht auf der Strecke und soll im angelaufenen Jahr nicht weniger werden. Die Arbeit in den Orten, da zu sein, wenn es die Gemeinschaft erfordert, ist das eine. Hinzu kommt ein breites Angebot an Bildungs- und Weiterbildungsprogrammen sowie das politische Engagement der Landfrauen.

Else Albrecht war unter anderem in Berlin in den Fachausschüssen des Deutschen Landfrauenverbandes aktiv beteiligt, war bei der Entwicklung des Positionspapiers „Nachhaltige Ernährung fördern und heimische Landwirtschaft stärken“ dabei. Auch die im März anlaufende Landfrauen-Kampagne zum Thema „Altersvorsorge für Frauen“ hat die Kreisvorsitzende mit entwickelt. „Dieses Thema, hochaktuell für uns Frauen, wird uns sicher nicht nur dieses Jahr, sondern noch eine ganze Weile beschäftigen“, ist Albrecht überzeugt. Altersvorsorge sei ein nicht zu unterschätzendes Thema, was „Frau“ dennoch allzu leicht auf die lange Bank schiebe. „Wir werden dieses Thema nicht nur auf Kreisebene, sondern auch auf die Ortsebenen bringen“, unterstreicht die Kreisvorsitzende die Wichtigkeit.

Auch Männer sind willkommen

Die Landfrauen waren und sind in ihrer Arbeit breit aufgestellt. Dazu zählt auch der intensive Austausch mit den Gleichstellungsbeauftragten, den Albrecht als „fruchtvoll“ bezeichnet. „Vorgesehen ist, den internationalen Frauentag im März 2025 gemeinsam zu begehen – dieses Jahr in Otterberg“, blickt die Landfrau nach vorne.

Dabei geht es den Landfrauen keineswegs nur um die Frauen. Längst sind in den Reihen der Ortsvereine auch überzeugte Landmänner, und es gibt eine enge Kooperation mit der Landwirtschaftskammer, so auch im Bildungsbereich Hauswirtschaft. Dies kam unter anderem einem jungen Mann, einem Hauswirtschaftsmeisteranwärter, zugute, der seinen praktischen Ausbildungsteil an der Berufsbildenden Schule (BBS) Landstuhl mit den Landfrauen durchführen konnte. „Dafür stehen wir im neuen Jahr zur Verfügung“, ermuntert Albrecht schon mal alle an der Hauswirtschaft interessierten jungen Männer, diesen Zukunftsweg ebenfalls einzuschlagen.

„Wir sind und bleiben flexibel neben unserem offiziellen Programm, vor allem offen für neue Ideen und Vorschläge. Wir sind eben Frauen, Landfrauen, die Landfrauen des Kreises Kaiserslautern“, sieht sich Else Albrecht zusammen mit ihrem Team für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt.

Mehr zum Thema
x