Kreis Kaiserslautern Kritik nach erneutem Lufthansa-Kerosinablass über Pfälzerwald

Schon 2018 forderte die Initiative Pro Pfälzerwald vor einer Landtagssitzung in Mainz, dass kein Kerosin mehr über der Pfalz abg
Schon 2018 forderte die Initiative Pro Pfälzerwald vor einer Landtagssitzung in Mainz, dass kein Kerosin mehr über der Pfalz abgelassen werden sollte.

Wieder einmal hat ein Flugzeug Kerosin über der Pfalz abgelassen. Welche Schritte Peter Degenhardt, Vorsitzender des Zentrums Pfälzerwald Touristik, nun einleitet.

Als eine „erneute nachhaltige und schwere Beschädigung der Tourismusarbeit im Pfälzerwald und einen Vorgang, der die Bevölkerung zunehmend verunsichere und zornig mache“ hat der Vorsitzende des Zentrums Pfälzerwald Touristik und des Mountainbikeparks Pfälzerwald, Peter Degenhardt, der auch Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl ist, den neuen Fall von Kerosinablass über dem Pfälzerwald am Dienstag durch eine Maschine der Lufthansa bezeichnet.

Das Flugzeug, das in Frankfurt gestartet und auf dem Weg nach Chicago war, hatte ein Problem mit der Bordelektronik und musste deshalb umkehren. Um bei der Landung leichter zu sein und damit die Bauteile des Flugzeuges nicht zu sehr zu belasten, ließ es vorher 49 Tonnen Kerosin bei seinen Schleifen über Rheinland-Pfalz ab. Es flog dabei auch über den Pfälzerwald.

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„Dann könnte man das Kerosin ja auch über Frankfurt ablassen.“

– Peter Degenhardt, Vorsitzender des Zentrums Pfälzerwald Touristik

Zornige Bürger melden sich nach Kerosinablass

Degenhardt betonte zum wiederholten Male, es sei nicht nachvollziehbar, warum dieser Kerosinablass von Flugzeugen aus dem In- und Ausland immer schwerpunktmäßig über dem Pfälzerwald stattfinden müsse, wenn er doch angeblich so ungefährlich sei und angeblich so gut wie kein Kerosin am Boden ankomme. „Dann könnte man das Kerosin ja auch über Frankfurt ablassen“, so der Bürgermeister. Ihn hätten direkt nach den ersten Meldungen über den erneuten Kerosinablass über dem Pfälzerwald besorgte und auch zornige Bürger kontaktiert und ihn gebeten, sich wie zuvor nachdrücklich für ein Ende dieser unseligen Praxis einzusetzen.

Degenhardt kündigte an, er werde die Sorgen der Bevölkerung in einem Schreiben an den neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU) herantragen. Außerdem werde er auch der neuen Umweltministerin Christine Schneider (CDU) erneut anbieten, dass das Land eine Messstation auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Landstuhl errichten könne, um Ängsten in der Bevölkerung begegnen zu können. Darüber hinaus werde er Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) darum bitten, „eingehend zu prüfen“, ob nicht endlich auch andere Gebiete als immer der Pfälzerwald für Kerosinablässe genutzt werden könnten.

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