Kreis Kaiserslautern Kommentar: Unwahrscheinlich, aber jetzt wahr

Placeholder-Image

Zugegeben: Dass sich nach dem Ende der Ära Grumer viele Wähler einen Parteiwechsel an der Stadtspitze wünschten, hatte sich bereits im ersten Wahlgang angedeutet, als es der weithin bekannte und in Landstuhl geborene CDU-Bewerber Thomas Pletsch gegen Hersina und den parteilosen Wolfgang Feth nicht auf Anhieb über die 50-Prozent-Marke schaffte. Auch die deutlichen Gewinne der Genossen bei den Stadtratswahlen untermauerten diesen Eindruck. Trotzdem hatte die SPD nicht damit gerechnet, dass der große Wurf in der Stichwahl tatsächlich gelingen könnte. Nun, da das Unwahrscheinliche wahr wurde, ist der Jubel der Sozialdemokraten groß. Ebenso aber auch die Enttäuschung bei der CDU. Sie musste eine bittere Niederlage einstecken. Doch sie hält mit zwei Sitzen Vorsprung weiterhin die Mehrheit im Stadtrat. Keine einfache Situation für den politisch noch recht unerfahrenen Hersina. Sein Erfolg als Stadtoberhaupt hängt nun entscheidend davon ab, ob es ihm gelingt, diese Lage zu meistern. Da ist Diplomatie gefragt.

Mehr zum Thema
x