Kreis Kaiserslautern Koalition für Günther Dietrich

In der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderats Landstuhl am heutigen Donnerstagabend schickt die CDU/FWG-Koalition Günther Dietrich (FWG), Vera Lang und Florian Feth (beide CDU) ins Rennen um die ehrenamtlichen Beigeordnetenposten. Die SPD-Fraktion nominiert Erich Neu aus Landstuhl, teilt Fraktionschef Heribert Sachs auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) muss seit seiner Wahl vor zwei Jahren bekanntlich ohne hauptamtlichen Stellvertreter auskommen. Ihm stand schon bislang der pensionierte Polizeibeamte Günther Dietrich aus Bann als Erster Beigeordneter mit eigenem Geschäftsbereich (Verkehrs- und Gewerbewesen, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerdienste) zur Seite. Nach dem Willen der FWG, die nach der Kommunalwahl mit der CDU eine Koalition eingegangen ist (die RHEINPFALZ berichtete), wird dies wohl auch in der nächsten Amtsperiode so bleiben. Kontinuität wünscht sich die Koalition auch, was die weiteren Beigeordnetenposten angeht: Diese sollen wieder mit der Sparkassenfachwirtin Vera Lang (Mittelbrunn) und dem freien Architekten Florian Feth (Landstuhl) besetzt werden. Die SPD-Fraktion – die schon mehrfach mit diesem Ansinnen gescheitert ist – will hingegen erneut versuchen, einen der ihren als Stellvertreter des Bürgermeisters zu installieren: „Uns geht es nicht um den Beigeordneten mit Geschäftsbereich, sondern um einen der restlichen Beigeordnetenposten“, stellt Heribert Sachs klar. Wie schon im Januar 2013 wird die SPD den Landstuhler Erich Neu, Gerichtsvollzieher a.D. und Fraktionschef im Stadtrat der Sickingenstadt, für dieses Amt vorschlagen. Dieser war bei der letzten Beigeordnetenwahl Florian Feth unterlegen, der erst kurze Zeit zuvor von der FDP in die CDU übergewechselt war (wir berichteten). Die Liberalen sind im neuen Verbandsgemeinderat Landstuhl nicht mehr vertreten, da sie bei der Kommunalwahl keine Liste aufgestellt hatten. SPD und FWG konnten sich am 25. Mai über Zuwächse freuen: Den Sozialdemokraten hatten 33,4 Prozent der Wähler ihre Stimme gegeben. Künftig sind elf Sozialdemokraten im Rat vertreten, zwei mehr als bisher. Die FWG kam auf 17,9 Prozent und konnte die Zahl ihrer Sitze von vier auf sechs steigern. Die CDU war auf 48,7 Prozent gekommen und hatte die absolute Mehrheit, die sie sich 2013 durch Parteiwechsel sichern konnte, damit knapp verpasst. Im VG-Rat, der 32 Sitze hat, besetzt sie nun 15 Mandate, eins weniger als bisher. (oef)