Kreis Kaiserslautern Klimaschutz: Weilerbach schreibt an Präsident Trump

«WEILERBACH.» Dass die Amerikaner aus dem Klimaschutzabkommen von Paris aussteigen wollen, missfällt der „Null-Emissions“-Kommune Weilerbach. Deshalb hat der Verbandsgemeinderat eine Resolution dagegen verfasst und gestern per Einschreiben direkt an den US-Präsidenten Donald Trump geschickt.
In seiner Sitzung am 24. Oktober hatte sich der Verbandsgemeinderat mit dem Thema beschäftigt und beschlossen, eine Resolution gegen den Ausstieg der Amerikaner aus dem Klimaschutz-Abkommen zu verfassen. Gestern nun ging der Brief per internationalem Einschreiben an den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Eine Kopie des Schreibens schickte die Verbandsgemeinde auch an die Pressestelle des Flugplatzes Ramstein und an das Verbindungsbüro, teilte die Verwaltung mit. Ihr Schreiben leitet die VG damit ein, dass sie bereits im Jahr 2001 beschlossen hat, „den Klimaschutz als die wichtigste Aufgabe für die Zukunft der Weltgemeinschaft, regional als Vorreiterin, voranzubringen“. Das Ziel der Verbandsgemeinde ist es, bis 2050 „Null-Emissions“-Kommune bei Strom, Wärme und Mobilität zu werden. Sie bedauere es sehr, dass Trump aus dem Pariser Abkommen aussteigen will. Die Verbandsgemeinde erläutert, dass die Folgen des Klimawandels wie Dürre und Überschwemmung die Armut verschärfen und Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, also eine der größten Fluchtursachen seien. „Auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen 2015 in Paris setzte die Staatengemeinschaft ein hoffnungsvolles Signal für eine weltweit nachhaltige Entwicklung“, heißt es in dem auf Deutsch und Englisch abgefassten Schreiben weiter. Die Verbandsgemeinde Weilerbach fordert deshalb Präsident Trump auf, das Klimaschutzabkommen für die USA zu ratifizieren.