Sembach RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Einigkeit beim geplanten Ausbau der Enkenbacher Straße

Die Diskussion um den Ausbau der Enkenbacher Straße in Sembach geht weiter.
Die Diskussion um den Ausbau der Enkenbacher Straße in Sembach geht weiter.

Wie soll die Enkenbacher Straße ausgebaut werden? Diese Frage beschäftigt den Sembacher Ortsgemeinderat schon eine ganze Weile – und wird es auch weiterhin tun. Denn auch in der Sitzung am Donnerstag fiel keine Entscheidung für eine Ausbauvariante.

Nur allzu gerne hätte Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD) am Donnerstagabend eine einvernehmliche Lösung für den Ausbau der Enkenbacher Straße herbeigeführt. Vier mögliche Varianten hatte Thomas Scheer vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Mackenbach zunächst vorgestellt. In diesen spiegelte sich der nunmehr über zwei Jahre hinziehende Diskussionsprozess. Letztendlich zeigte sich allerdings, dass unter den Ratsmitgliedern weiterhin ein hoher Gesprächsbedarf besteht. Quer durch die Fraktionen herrschte Uneinigkeit hinsichtlich der Gewichtung der Argumente für die eine oder andere Lösung.

Relativ unstrittig war einzig, dass die Fahrbahn selbst in Form einer Asphaltdecke hergestellt werden sollte. Auch die Planung für einen Ausbau ohne Randsteine schien mehrheitsfähig. Die wesentlichen Differenzen gab es bei der Frage zur Gestaltung der Gehwege. In einer von der FWG-Fraktion beantragten Anwohnerversammlung vom 13. Juli 2021 habe es nach Berichten teilnehmender Ratsmitglieder eine starke Tendenz für einen Fußgängerbereich gegeben, der ebenfalls in Asphalt ausgeführt werden solle. Zudem sollte die Fläche farblich abgesetzt werden.

Knackpunkt: Gehwege

Planer Scheer wies darauf hin, dass die Ausführung mit rot gefärbtem Asphalt die weitaus teuerste Variante darstelle. Aus diesem Grund brachten einige Ratsmitglieder den Vorschlag der Verwaltung ins Spiel, die Gehwege mit Pflastersteinen zu belegen. Dies habe den Vorteil, dass Reparaturen an den darunter liegenden Versorgungsleitungen kostengünstiger würden ausgeführt werden können. Den Respekt vor den Wünschen der Anwohner führten daraufhin andere Ratsmitglieder ins Feld. „Wir laborieren jetzt schon fast zwei Jahre an diesem Ausbau“, klagte Ortschef Hack. Eine Entscheidung sollte jetzt bald fallen. Mit dieser Auffassung konnte er sich jedoch nicht durchsetzen, weil die große Mehrheit der Ratsmitglieder eine Vertagung favorisierte – mit der Maßgabe, im Bauausschuss die vorgetragenen Argumente noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Noch im Rat

Der 29. August, der 5. September, der 17. Oktober sowie der 7. November 2021 wurden als Marktsonntage festgesetzt.

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