Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslautern: Dauerhafte Stationierung des Rettungshubschraubers gefordert

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Nach Ausschreibung des Innenministeriums löste im September der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 66 den Johanniter-Helikopter ab. Abgeordnete wollten vom Ministerium Details zum aktuellen Stand wissen.

Kaiserslautern/Mainz Sowohl etliche SPD-Abgeordnete als auch ein CDU-Abgeordneter des Landtages wandten sich ans Innenministerium mit Fragen zum Stand des Hubschraubers. Die Zufriedenheit mit den Antworten ist je nach Partei unterschiedlich. Alle beharren jedoch auf eine dauerhafte Stationierung.

Fünf Westpfälzer SPD-Abgeordnete, darunter Thomas Wansch (Sembach) und Daniel Schäffner (Mackenbach), wollten in einer Kleinen Anfrage wissen, wie der Einsatz des seit 2. September fliegenden Rettungshubschraubers des ADAC im Vergleich zum Vorgänger der Johanniter aussieht. Vor allem einige Kritikpunkte hauptsächlich der Lauterer Kreisverwaltung wollten sie überprüft wissen.

330 Anforderungen von anderen Leitstellen

Auf die Frage, ob es zutreffe, dass der Helikopter der Johanniter ausschließlich von der Leitstelle Kaiserslautern angefordert wurde, antwortete Staatssekretär Randolf Stich (SPD), mit einem eindeutigen „Nein“. 1001 Anforderungen aus Kaiserslautern stünden insgesamt 330 aus anderen Leitstellen im Land gegenüber, listete er auf. Auch die Frage, ob der „Red Nose“ nicht auf weiten Strecken im Einsatz gewesen sei, beantwortete das Ministerium mit der Aussage, er „war ebenfalls auf weiten Strecken“ unterwegs, und zwar „im Saarland, in Baden-Württemberg und in Hessen“.

Hintergrund der Fragen ist, dass Landrat Ralf Leßmeister (CDU) geäußert hatte, die Johanniter-Maschine sei von einigen anderen Leitstellen nicht angefordert worden und hätte unter anderem deswegen länger der Region zur Verfügung gestanden. Wansch wertete die Ministeriums-Antwort als „Auswertung des Datenmaterials“. Ihm gehe es darum, „Daten zu haben, die den Bedarf belegen“. Sein Fazit aus der Ministeriums-Antwort lautet deshalb: „Der Hubschrauber wird gebraucht in der Region!“ In der Ausschreibung für die permanente Stationierung sollte nicht nur Westpfalz, sondern „Rettungsdienstbereich Kaiserslautern“ stehen, ist er mit dem Landrat einig, der weiße Flecken der Luftversorgung vermeiden will. „Je zentraler desto besser“, meint Wansch.

Alternativstandorte in Sembach offenbar ausgeschieden

Auf die Abgeordneten-Frage, warum für den ADAC-Hubschrauber nicht der bisherige Standort in Sembach genutzt wurde, erwiderte das Ministerium, dass der Eigentümer der Fläche diese „nur für den Johanniter-Rettungsdienst zur Verfügung gestellt habe“. Wansch selbst hatte im Verbandsgemeinderat Enkenbach-Alsenborn mitbekommen, dass andere, kommunale Grundstücke als Alternative angeboten waren. Von einem ADAC-Vertreter habe er inzwischen erfahren, dass jene Grundstücke jedoch entweder nicht geeignet oder vom Grundstückseigentümer – „Ich vermute von der Bima“ (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) – nicht freigegeben worden seien.

Deutlich weniger zufrieden mit dem Antworten auf seine Kleine Anfrage zu dem Thema ist CDU-Abgeordneter Marcus Klein. Seine Frage zu den Einsätzen des ADAC-Hubschraubers wurde vom Ministerium mit einer detaillierten Auflistung beantwortet. „Die Statistik bestätigt, dass der Helikopter oft weit entfernt im Einsatz ist“, lautet Kleins Fazit daraus. Seine „Befürchtung, dass der Bedarf für einen Hubschrauber im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern nicht erkannt werden könnte, ist nicht ausgeräumt“, macht er klar. Er fürchtet immer noch, dass ein Hubschrauber „nicht bei uns“, und „nicht in der Qualität“ eingesetzt werden könnte.

„Wir müssen ein wachsames Auge darauf haben“

Seine Skepsis hinsichtlich der Qualität zieht er unter anderem daraus, dass die Lauterer Leitstelle angab, der ADAC habe mindestens drei Spezialtransporte abgelehnt. Auf die Frage danach antwortete Stich, dass seit dem 15. Oktober, seitdem der Vertrag offiziell galt, „keine Einsätze bekannt“ sind, die „abgelehnt wurden“. Ob es davor zu einer „potenziell zu beanstandenden Ablehnung gekommen ist, wird derzeit geprüft“, heißt es in dem Schreiben weiter. Klein glaubt den Angaben der Leitstelle und findet es äußert fragwürdig, „sich dahinter zu verstecken, nicht zu wissen, ob es vor dem 15. Oktober Ablehnungen gab.“ So mahnt er abschließend an: „Wir müssen weiter ein wachsames Auge darauf haben!“

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