Kreis Kaiserslautern Künftiger Standort ist unklar

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Nicht nur eine Zwischenstation? Der Rettungshubschrauber könnte eventuell auch längerfristig im Gewerbepark Sembach – hier der frühere Tower des Flugplatzes – stationiert bleiben.

Die Fragen rund um das Thema Rettungshubschrauber für die Westpfalz nehmen kein Ende: Unklar ist mittlerweile auch, ob der derzeit eigentlich nur übergangsweise in Sembach stationierte Helikopter nach Imsweiler (Donnersbergkreis) verlegt wird oder ob er im Gewerbepark bleibt.

Ursprünglich sollte der „Heli“ im Kreis Kaiserslautern nur Zwischenstation machen. Geplant war eine Verlegung des Intensivtransport-Hubschraubers auf den Flugplatz in Imsweiler (die RHEINPFALZ berichtete mehrfach). Die umliegenden Donnersberg-Gemeinden haben dem bereits zugestimmt. Doch damit dieser Plan umgesetzt werden kann, sind laut Rainer Guth, Landrat des Donnersbergkreises, in Imsweiler Investitionen im fünfstelligen Bereich nötig. Ob diese nun angesichts der aktuellen Situation getätigt werden, müsse man noch klären, sagt Guth. Zumal sich Sembach bislang auch als guter Standort für den Hubschrauber erwiesen habe. Dies betont auch der Lauterer Landrat Ralf Leßmeister (CDU): „In Sembach gibt es bislang keinerlei negative Rückmeldungen. Aus unserer Sicht gibt es keinerlei Probleme“, sagte er am Montag im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Auch das Mainzer Innenministerium hat sich noch nicht festgelegt: Wo der vom Land ausgeschriebene „Probe“-Rettungshubschrauber stationiert wird, sei noch offen, teilte die Behörde auf Anfrage mit: „Diesbezüglich müssen noch Gespräche geführt werden.“ Wie mehrfach berichtet, gibt es Ärger, weil die Landesregierung die rettungsdienstliche Versorgung der Region für gedeckt hält und keinen Bedarf für die zusätzlichen Luftretter in Sembach sieht. Bei einem Gespräch aller Beteiligten am Freitag wurde vereinbart, dass ein Rettungshubschrauber für den Bereich Westpfalz und das Saarland zunächst in einem mindestens halbjährigen Probebetrieb fliegen soll, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. In diese Analyse sollen auch Daten des seit Ende Oktober in Sembach stationierten Intensivtransport-Hubschraubers der Johanniter einfließen. Ob dieser aber auch für den Probebetrieb des Landes eingesetzt wird, ist nicht klar. Hierfür müsse es „aufgrund des Auftragswertes“ eine Ausschreibung geben, so das Land. „Der Hubschrauber der Johanniter fliegt erst einmal weiter. Es gibt ja schließlich den Vertrag mit dem Westpfalz-Klinikum, um Intensiv-Patienten von einem zum anderen Klinikum-Standort zu transportieren. Alles Weitere ist dann Zukunftsmusik“, so Landrat Guth, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Westpfalz-Klinikums ist. Auch Günther Lohre, Geschäftsführer der Johanniter-Luftrettung, sagt: „Wir fliegen weiter.“ Derweil hat sich auch der ADAC zu Wort gemeldet und betont, dass die Ausstattung seiner Rettungshubschrauber nicht schlechter sei als die des „Helis“ der Johanniter. „Die von der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung in Rheinland-Pfalz eingesetzten Maschinen gehören zu den modernsten Rettungshubschraubern, die es gibt und sind selbstverständlich auch für Nachteinsätze geeignet“, so der Sprecher der ADAC-Luftrettung Jochen Oesterle. Der ADAC, der in Rheinland-Pfalz 2017 7325 Einsätze geflogen habe, gehöre „europaweit zu den am besten medizinisch ausgestatteten Luftrettungsunternehmen“. Die Hubschrauber hätten alle benötigten medizinischen Ausrüstungsgegenstände und Verbrauchsmaterialien an Bord. „Wir verfügen hier über einen Standard, der weit über eine Regelausstattung hinausgeht.“ Dazu gehörten auch Inkubatortransporte sowie automatische Reanimationsgeräte, die während des Transports eingesetzt werden können. „Die Äußerungen, die technische Standards und Ausstattung auf einem niedrigeren Niveau suggerieren, können wir daher nicht nachvollziehen“, sagt Jochen Oesterle auf Aussagen von Lokalpolitikern, die die Ausstattung des Hubschraubers der Johanniter besonders herausgestellt hatten.

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