Kreis Kaiserslautern IG Metall verhandelt erfolgreich

Ende August 2017 legten rund 100 Mitarbeiter die Arbeit nieder, um vor den Toren des Betriebs ihren Forderungen mit einem Warnst
Ende August 2017 legten rund 100 Mitarbeiter die Arbeit nieder, um vor den Toren des Betriebs ihren Forderungen mit einem Warnstreik Nachdruck zu verleihen.

Nach monatelangen Verhandlungen zwischen dem Sägewerk Rettenmeier im Industriezentrum Westrich und der IG Metall Kaiserslautern wurde in diesem Monat ein Rahmentarifvertrag eingeführt. Das teilt die Gewerkschaft mit.

„Für die rund 300 Beschäftigten bringt der Tarifabschluss eine gerechtere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten“, erläutert die Gewerkschaft. Die IG Metall Kaiserslautern und der Arbeitgeber einigten sich demnach auf eine Arbeitszeitverkürzung von 42 auf 40 Stunden in der Woche bei vollem Lohnausgleich. Zudem gebe es ein tarifvertragliches Entgeltsystem mit festgelegten Löhnen und Gehältern. Sven Gute, Mitglied der Verhandlungskommission und Betriebsratsvorsitzender, sieht in dem Abschluss einen ersten Schritt in eine umfassende tarifliche Lösung, in der dann weitere Arbeitsbedingungen geregelt werden sollten. Hierzu gaben sich Arbeitgeber und IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung für die nächsten Wochen. Dass der monatelange Druck der Beschäftigten, der Ende August 2017 in einem Warnstreik vor den Toren des Unternehmens gipfelte (wir berichteten), entscheidend für das Zustandekommen des Abschlusses war, betont Verhandlungsführer und erster Bevollmächtigter der IG Metall, Bernd Löffler. Rund 100 Arbeitnehmer hatten damals in der Mittagszeit die IG-Metall-Fahnen geschwungen und kurzfristig den Betrieb lahmgelegt. In dem nun Erreichten sieht Löffler „weitreichende Verbesserungen“. Zusätzlich ist nach IG-Metall-Angaben eine Vereinbarung getroffen worden, die den Einsatz von Leiharbeitnehmern regelt und ihnen Verbesserungen beim Entgelt und bei den Arbeitsbedingungen bringt.

x